Ralbitz-Rosenthal Wölfe reißen mehrere Schafe

Wolf reißt Schafe
In Laske wurden mehrere Schafe gerissen. Bildrechte: MDR/Benno Scholze

Am Sonntag musste ein Schafbesitzer in Laske bei Ralbitz-Rosenthal eine grausige Entdeckung machen. Mehrere Tierkadaver lagen auf der Weide. In dem sorbischen Dorf zwischen Kamenz und Königswartha haben offensichtlich Wölfe zugeschlagen.

Wolf reißt Schafe
Feuerwehrleute halfen dem Schäfer. Bildrechte: MDR/Benno Scholze

Mindestens 14 Schafe sind zu beklagen, drei lagen tot in einem Wassergraben. Einige Tiere waren schwer verletzt und mussten erschossen werden. Sven Schlaffke, der Schäfer, ist fassungslos. Feuerwehrleute halfen ihm am Sonntag, die Tiere zu bergen.

Landrat will Rosenthaler Rudel abschießen lassen

Erst vor zwei Wochen holte ein Wolf hier in der Nähe schon einmal sieben Tiere - trotz eines Schutzzauns. Und es ist nicht der einzige Fall in der Region. Inzwischen dürften es an die 200 Risse sein, seitdem ein Wolfsrudel sich in Ralbitz-Rosenthal niedergelassen hat.

Noch am gleichen Tag machte sich der Landrat Michael Harig - selbst Schafhalter - persönlich ein Bild von dem Schaden in Laske. Für ihn kann es nur eine Lösung geben: Harig hatte schon im September das Sächsische Umweltministerium um eine Abschussgenehmigung für das Rosenthaler Wolfsrudel ersucht. Jetzt will er erneut darauf drängen.

Wolf reißt Schafe
Feuerwehrleute fischen einen Kadaver aus dem Graben. Bildrechte: MDR/Benno Scholze

Quelle: MDR/ma

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen und im Radio: MDR SACHSENSPIEGEL | 22.10.2017 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.10.2017 | ab 5:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2017, 07:58 Uhr

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40 Kommentare

26.10.2017 03:53 Sabrina 40

23.10.2017 18:57 Skipper an Klarheit 18

Und wieviel Natur ist zerstört worden, wie groß ist der ökologische Fußabdruck, damit Sie als Wohlstandsgrüner von einer Segelyacht aus, die sich die meisten gar nicht leisten können, große Töne spucken können?

26.10.2017 03:49 Sabrina 39

@ 23.10.2017 17:48 Skipper an Klarheit 17
Zitat.
"Hallo Klarheit,
nein, der Wolf frisst keine Wälder leer,
er sorgt als Top Beutegreifer für Biodiversität und für ein natürliche Gleichgewicht und in der Natur."

Glauben Sie diesen Unsinn, der wirklich keine sachliche Grundlage hat, eigentlich selbst?

Der Wolf sorgt mitnichten für ein Gleichgewicht in der Natur. Das kann er gar nicht. Der vermehrt sich und frist - und tötet sinnlos.

Und wenn im Wald alles abgegrast ist, zieht er weiter - nach Westen oder in die Städte.

26.10.2017 03:42 Sabrina 38

@ 23.10.2017 08:40 Andrea 11

E-Zaun

Wie viel Spannung wollen Sie denn darauf bringen, damit der Wolf davon was durch sein isolierendes Fell mitkriegt?

Das ist doch wieder so 'ne Lachnummer von Leuten, die in naturwissenschaftlichen Fächern gepennt haben und nun wissensbefreit meinen, an anderer Stelle könne man ohne naturwissenschaftliche Kenntnisse mitreden.

26.10.2017 03:37 Sabrina 37

@ 22.10.2017 22:18 Seewolf 7
in anderen Ländern werden die Wölfe abgeschossen.

26.10.2017 03:35 Sabrina 36

@ 22.10.2017 22:09 Petra Schumann 5

Dieser Staat hat auch die Contergan-Opfer großzügig entschädigt und so weiter.

Vergessen Sie diesen Staat. Das sind Schurken.
Die halten sich nicht mal an ihre eigenen Gesetze.

26.10.2017 03:31 Sabrina 35

25.10.2017 10:54 MuellerF 34

Natürliches Gleichgewicht?

Das gibt es schlicht nicht.

Mit den Sprüchen vom angeblichen natürlichen Gleichgewicht sollen lediglich die Interessen bestimmter politischer Gruppierungen gerechtfertigt und durchgesetzt werden.

Vom natürlichen Gleichgewicht her dürfte die Fauna in Afrika nicht die Flora niedertrampeln.

Überhaupt ist mit der Besiedlung der Landflächen durch Planzen das natürliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten.

Und mit der Vergewaltigung ökologischer Ideen zugunsten wirtschaftlicher Interessen ist bei einem Teil der Bevölkerung das Denken außer Kraft gesetzt worden.

Die machen jedes Verbrechen mit, sobald behauptet wird, es diene "Schutz" und sei das Gute gegen das Böse.

So ist schon immer Politik gemacht worden. Die religiösen Schriften sind voll davon.

25.10.2017 10:54 MuellerF 34

@27: Da vermuten Sie in beiden Fällen falsch!
@28: Weidewirtschaft hat auch nicht das Geringste mit "natürlichem Gleichgewicht" zu tun...

24.10.2017 22:06 Skipper an Barthel Wenzel 33

Sorry lieber Barthel und nicht die (Barbara),
Asche auf mein Haupt,
aber meine Meinung bleibt.

Dir noch einen schönen Abend.

Viele Grüße von der Ostsee

Skipper

24.10.2017 20:59 Skipper an Barbara 32

Hallo Barbara,
ich komme mit vielen Menschen sehr gut klar.

Nur Menschen, die immer alles abknallen wollen
gehen mir auf den Nerv.

Ausrottung macht niemals Sinn.

Und als ehemaliger Schäfer gebe ich Ihnen einen guten Rat,
wer nicht aufpasst verliert.

24.10.2017 19:35 Barthel Wenzel 31

An "Skipper", der du hier so menschenfeindlich daherkommt, wenn du mit Menschen nicht klarkommst, ist das dein Problem. Wir hier auf dem Dorf haben Nutztiere u n d den Menschen lieber in unserer Nähe als ein Raubtier, dessen Ausrottung in unserer Gegend schon damals einen Sinn hatte.