21.04.2019 | 16:10 Uhr Sachsen feiern Ostern mit zahlreichen Bräuchen

Osterhase, Ostereier, Osterlamm - sie alle gehören zum Osterfest dazu - zumeist verschwinden sie in unseren Bäuchen während oder zwischen den Festmahlzeiten. Doch gibt es noch mehr Osterbräuche und Traditionen in Sachsen.

Tradition Reiten, Blasen, Schießen: Osterbräuche in Sachsen

Zu Ostern werden jede Menge weltliche und christliche Bräuche gepflegt. Ein paar von ihnen haben wir in einer Galerie zusammengestellt.

Etliche Dutzend Reiter mit schwarzen Zylindern reiten auf geschmückten Pferden eine kleine Straße entlang.
Das Osterreiten ist ein alter Brauch der katholischen Sorben. Er wird seit mehr als fünf Jahrhunderten gepflegt. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts fanden zwischen Hoyerswerda und Wittichenau solche Prozessionen statt. Bildrechte: Toni Lehder
Etliche Dutzend Reiter mit schwarzen Zylindern reiten auf geschmückten Pferden eine kleine Straße entlang.
Das Osterreiten ist ein alter Brauch der katholischen Sorben. Er wird seit mehr als fünf Jahrhunderten gepflegt. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts fanden zwischen Hoyerswerda und Wittichenau solche Prozessionen statt. Bildrechte: Toni Lehder
Osterreiten 2019
In Ralbitz-Rosenthal machten sich am Morgen gegen 9:15 Uhr weit über 100 Reiter auf den Weg nach Wittichenau. Tausende Gäste reisten an und beobachteten das Spektakel in dem kleinen sorbischen Dorf. Bildrechte: Lausitznews
Etliche Dutzend Kinder laufen in teils gebückter Haltung einen sehr steilen Berg hinauf.
Am Ostersonntag trafen sich Kinder in Bautzen zum Eierschieben. Anders als in vergangenen Zeiten rollen heutzutage beispielsweise am Protschenberg allerdings keine echten Eier, Süßigkeiten und Apfelsinen mehr den steilen Hang zur Spree hinunter, sondern bunte Plastikbälle. Diese können von Kindern gefangen und dann in Geschenke umgetauscht werden. Bildrechte: MDR/Diana Köhler
Auf einer Wiese liegen in einer hölzernen Vorrichtung in Reihe mehrere große Blechkannen mit Gummideckel.
Auch das Osterschießen in der Nacht zum Sonntag in Schirgiswalde-Kirschau in der östlichen Oberlausitz ist Tradition. Damit wurden auch dieses Jahr wieder Hexen und böse Geister vertrieben. Geschossen wird traditionell mit einer selbstgebauten Karbidkanone bestehend aus einer alten Blechkanne, Karbid und einem Gummideckel. Bildrechte: Christian Essler
Etliche Männer und eine Frau stehen in einer Reihe vor kleinen Notenpulten und blasen Trompete.
Das Osterblasen gibt es schon über 80 Jahre in Bautzen. Nachdem das Geläut des Dom St. Petri am Ostersonnabend um 18:00 Uhr zu hören war, erklang vom Chor die Osterbotschaft: "Christ ist erstanden". Hunderte Bautzener und Gäste lauschten den über 70 Bläsern bei strahlendem Sonnenschein. Bildrechte: Jens Kaczmarek
Osterbräuche - 3 Männer bei Dunkelheit, die Tuba blasen
Osterblasen hat auch in Berthelsdorf bei Herrnhut Tradition. Bildrechte: MDR / Felix Traeder
Osterbräuche - masrchierdne, schwarz gekleidete Frauen mit Hauben und Gesangbüchern
Zum Ostersingen ziehen Mädchen und Frauen durch Schwarzkollm bei Hoyerswerda. Bildrechte: MDR / Felix Traeder
Ein Mann hat das Kreuz geschultert. Der Kreuzweg in Görlitz beginnt.
Bereits am Karfreitag haben sich deutsche und polnische Christen zur Karfreitagesprozession in Görlitz getroffen. Sie sind gemeinsam den traditionellen Kreuzweg gegangen. An insgesamt sieben Stationen wurde dem Leidensweg Jesu Christi und seinem Tod am Kreuz gedacht. Bildrechte: MDR/Uwe Walter
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Quelle: MDR/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 21.04.2019 | 19:00 Uhr

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