Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Bildrechte: MDR/Regina Hamborg

Immer noch Feuer in Reichwalde Tagebau-Canyon wirkte bei Windstärke 8 wie ein Kamin

Feuerwehrleute schieben das ganze Wochenende lang Dienst, um die Flammen im Tagebau Reichwalde zu ersticken. Dabei haben sie schwere bergmännische Technik im Einsatz. Beim Großbrand seit vergangenen Mittwoch hat ein Viertel der gesamten Abbaufläche gebrannt.

Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Bildrechte: MDR/Regina Hamborg

Mit sechs Planierraupen und Löschfahrzeugen kämpfen Feuerwehrleute an diesem Wochenende gegen den Brand im Braunkohletagebau Reichwalde. Die Raupen schieben Erdmassen auf die Glutnester, um die Flammen zu ersticken. Das Energieunternehmen Lausitzer Energie (LEAG) rechnet erst für Anfang kommender Woche mit dem Ende des Großeinsatzes zur Brandbekämpfung.

Bildergalerie Bergbautechnik erstickt Glutnester im Tagebau Reichwalde

Seit Mittwoch brennt im Tagebau Reichwalde ein Kohleflöz. Mit schwerem Gerät versuchen Feuerwehrleute seit Tagen dem Brand Herr zu werden.

Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Vier Tage nach dem Ausbruch des Feuers im Tagebau Reichwalde ist die Feuerwehr nach wie vor im Einsatz. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Vier Tage nach dem Ausbruch des Feuers im Tagebau Reichwalde ist die Feuerwehr nach wie vor im Einsatz. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Sechs Planierraupen bewegen Erdmassen in dem Tagebau, versuchen so, die Glutnester zu ersticken. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Parallel sind Löschzüge im Einsatz. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Die Feuerwehrmänner sind am Sonnabend noch auf einer Fläche von etwa 500 Metern Länge unterwegs. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Immer wieder müssen sie nachtanken, um das brennende Kohleflöz zu löschen. Bildrechte: MDR SACHSENSPIEGEL
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Der Leiter der Feuerwehr Boxberg, Ralf Geracik, ist seit Mittwoch in dem nicht alltäglichen Einsatz. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
"So ein Ereignis habe ich in meinem vierzigjährigen Berufsleben noch nicht erlebt", sagt auch LEAG Bergbauvorstand Uwe Grosser. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Löscharbeiten im Tagebau Reichwalde
Der Tagebau wirkte in Verbindung mit Wind wie ein Kamin. Bildrechte: MDR/Regina Hamborg
Dichte Qualmwolken im Tagebau Reichwalde.
Am Mittwochnachmittag hatte sich das Feuer entzündet. Bildrechte: MDR/Lausitznews
Dichte Qualmwolken im Tagebau Reichwalde.
Dicker Qualm stieg aus dem Tagebau empor. Bildrechte: MDR/Lausitznews
Eine Feuerwehr steht am Tagebau Reichwalde.
Auch die Bandanlage zum Transport der Kohle war auf einer Länge von 700 Metern vom Brand betroffen.   Bildrechte: Lausitznews.de
Feuerwehrfahrzeuge im Tagebau.
Zeitweise waren 240 Kameraden mit 48 Fahrzeugen im Tagebau unterwegs, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Bildrechte: MDR/Stefan Schmidt
Ein Hubschrauber der Bundeswehr steht auf einer Wiese, im Hintergrund stehen Bäume.
Bundespolizei und Bundeswehr waren mit Hubschraubern im Einsatz ... Bildrechte: MDR/Stefan Schmidt
Löscheinsatz im Tagebau Reichwalde
... und verteilten Wasser über dem Kohleflöz. Bildrechte: MDR/Lausitznews
Löscheinsatz im Tagebau Reichwalde
Die Löscharbeiten werden sich hinziehen. Bildrechte: MDR/Lausitznews
Löscheinsatz im Tagebau Reichwalde
"Wir kriegen das nicht so einfach gelöscht, müssen Netzmittel und Schaum einsetzen. Das ist auf so einer großen Fläche ein Tropfen auf dem heißen Stein", sagt Hartmut Bastisch von der Werksfeuerwehr. Bildrechte: MDR/Lausitznews
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Brandbekämpfung ist immer eine brenzlige Situation. Trotz der Intensität des Brandes ist kein Personenschaden eingetreten.

Uwe Grosser Bergmann und Leag-Vorstand

Die LEAG geht derzeit von einer Selbstentzündung der Kohlepartien im Tagebau aus. "Begünstigt wurde das durch starke Winde, die aus West-Ost-Richtung kamen. Somit hat der Tagebauschlauch als Kamin gewirkt", erklärte Uwe Grosser vom Vorstand der Betreibergesellschaft.

Ich bin seit 40 Jahren Bergmann. So etwas habe ich noch noch nicht erlebt.

Uwe Grosser LEAG-Vorstand

Nach Angaben der Tagebauleitung brennt es im Tagebau Reichwalde noch auf etwa 500 Metern Länge. Insgesamt hat seit vergangenen Mittwoch ein Viertel der gesamten Abbaufläche des Tagebaus gebrannt und zwar auf einer Fläche von 2.000 mal 100 Metern Länge. Zeitweise waren neben der Werksfeuerwehr weitere 250 Feuerwehrleute mit 48 Tanklöschfahrzeugen von Wehren aus der gesamten Lausitz im Einsatz.

Löscharbeiten am 28.4.2018 im brennenden Tagebau Freiwalde.
Auch am Sonnabend löschten Kameraden die Glutnester. Bildrechte: MDR/Sachsenspiegel

Quelle: MDR/rh/kk

Dieses Thema im Programm von MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 28.04.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. April 2018, 20:21 Uhr

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3 Kommentare

30.04.2018 08:59 Robert Paulson 3

Zählt das eigentlich in unsere CO2-Bilanz hinein?

28.04.2018 22:32 Paul Johannes 2

erstaunlich am Freitag die Meldung der LEAG, der Rauch sei nicht gesundheitsschädlich.....
Es grüsst die DDR!

Wer solch eine Menge Schwefeldioxid ungefiltert in die Umwelt abgibt....auch durch diese Havarie...kann sich doch nicht noch hinstellen und sagen, "Alles halb so wild" Da muss man Fragen stellen..ansonsten wäre ja jeder Hausbrandofen eine heilklimatische Kurstätte im Ofenrohr...?!?!?
Hat die LEAG nichts verstanden..oder will sie vorsorglich versicherungsrechtlichen Ansprüchen ausweichen??

28.04.2018 20:32 part 1

Löschversuche wahrscheinlich zwecklos, Pennsylvania, China oder in Indien, es kann schon mal 50 Jahre daeuern bis das Flöz nicht mehr ergibig ist für den Freiland- Dauerbrandofen.