Wölfe
Ein Rüde aus dem Daubitzer Rudel hat einen Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz getötet. Seit 2005 wird das Daubitzer Rudel beobachtet. Bildrechte: IMAGO

Wölfe in Sachsen Jagdhund auf Truppenübungsplatz vom Wolf getötet

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ist ein toter Jagdhund gefunden worden. Nun ist klar, dass er von einem Wolf getötet wurde. Das bestätigt das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen.

Wölfe
Ein Rüde aus dem Daubitzer Rudel hat einen Jagdhund auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz getötet. Seit 2005 wird das Daubitzer Rudel beobachtet. Bildrechte: IMAGO

Der Jagdhund, der Ende Januar in der Oberlausitz tot aufgefunden wurde, ist von einem Wolf getötet worden. Das hat der Gentest von Probematerial des toten Tieres ergeben, teilte das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen in Rietschen am Freitag mit. Der Hund wurde auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz tot aufgefunden. Er war den Angaben zufolge im Wald nicht angeleint und hatte sich von seinem Besitzer entfernt. Als der Hund via GPS-Sender am Halsband gefunden wurde, war er bereits tot. Nach Angaben des Kontaktbüros wurde der Jagdhund von einem Wolfsrüden des Daubitzer Rudels getötet.

Wenn Wölfe unerwünschte Konkurrenz wittern

Angriffe von Wölfen auf Hunde könnten "unter besonderen Umständen" vorkommen, hieß es weiter. Besonders während der Paarungszeit zwischen "Januar bis März kann es sein, dass diese in Hunden unerwünschte Konkurrenten sehen". Die Wolfsexperten sehen keinen Zusammenhang zwischen diesem Vorfall auf dem Truppenübungsplatz und anderen Übergriffen auf Hunde, Katzen und Kaninchen in der Region.

Auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz leben seit 1998 Wölfe. In den Jahren 2016/2017 wurden in Sachsen auf insgesamt 19 Territorien Wolfsrudel oder Wolfspaare nachgewiesen.

Quelle: MDR/kk/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.02.2018 | 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2018, 21:05 Uhr

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8 Kommentare

25.02.2018 11:22 M Eckert 8

@ Falk Weinrich:
Was ein unglaubliches, gebündeltes Unwissen.
Einen "Urwald zu kultivieren" ist schon allein gar nicht möglich, sogar ein Widerspruch in sich. In einer Flächendeckende Kulturlandschaft wie Deutschland sind alle authochtonen Waldbestände nicht mehr vorhanden!
In einer reinen Kulturlandschaft Forst- und Landwirtschaft zu verbieten wäre genau der falsche Weg. Wo kämen sonst Holz und Landwirtschaftliche Erzeugnisse her? Von Nachbarländern die noch weniger auf ihre Flächen achten?
Den Wolf in einem so eng besiedelten Staat wie D. unbegrenz anzusiedeln ist einfach realitätsfern. Herdenschutzhunde können nicht vor einem Rudel schützen! Berichte dazu gibt es genug....
Aber wie will man soetwas auch verstehen, wenn man lieber herumtrollt als sich in die Materie einzulesen.
Lieber fürs Gewissen grün wählen und monatlich 10€ an Greenpeace zahlen und danach trotzdem das Schnitzel bei Lidl kaufen und sich unter sein Dach aus Holz von der bösen Forstwirtschaft setzten

24.02.2018 17:40 Wolfis 7

Kinder können schon nicht mehr ohne Aufsicht wo der Wolf ist auf die Straße. Wann leinen wir uns an?

24.02.2018 14:50 Falk Weinrich 6

So etwas passiert selten, aber kann passieren. Ist traurig für den Hund, aber das gehört zur Natur dazu. Zum Kommentar von "Bingo": Natürlich sollten Bären sich hier wieder ansiedeln, denn diese gehören in unsere Natur, wie auch der Wolf. Wir sollten mit grünen Brücken und zusammenhängenden Waldgebieten wieder Urwälder kultivieren und die unsinnige Jagd und Forstwirtschaft abschaffen. Der Mensch muss wieder lernen, mit Beutegreifern zu leben – andere Länder schaffen das ja auch. Da spazieren Eisbären durchs Dorf und keiner bekommt gleich einen hysterischen Anfall. Die Medien sollten mal vernünftig und sachlich aufklären. Zudem muss sich endlich mal rumsprechen, dass Nutztierherden von Herdenschutzhunden bewacht werden müssen. So wie das eigentlich seit Jahrtausenden üblich war.

24.02.2018 14:26 Werner 5

In Gebieten wo ein Wolfsrudel nachgewiesen ist bedarf es keiner Hobbyjagd! Der Jäger handelte verantwortungslos, weil er seinen Hund frei suchen ließ.

24.02.2018 13:47 S 4

Hier kann ich nur schreiben: da ist der Hundebesitzer selber Schuld. Schade nur, dass die "Wolfsgegner" dies wohl wieder zum Anlass nehmen, weiter gegen den Wolf zu hetzen, obwohl hier die Schuld beim Hundebesitzer liegt und nicht beim Wolf.

24.02.2018 13:03 Dynamo-Fanarmy 3

Na und ? Der Jagthund ist für die Jagt , jetzt wurde er zum gejagten , Leine wäre besser gewesen .

24.02.2018 09:19 Bingo 2

Was ist, wenn die Konkurrenz ein Mensch ist ?? Der Wolf könnte ja bestimmt die Tollwut bekommen und da gibt es dann kein halten mehr. Wölfe gehören nach Sibirien, aber nicht in das dichtbesiedelte Europa. Warscheinlich kämme auch niemand auf die Idee, den Bären hier wieder anzusiedeln, nur weil er hier mal gelebt hat.

24.02.2018 02:43 G. Schmitz 1

Es ist gerade Ranzzeit der Wölfe,
Hunde ableinen auf eigene Gefahr.