11.07.2019 | 11:37 Uhr Arbeitsmarkt in Sachsen verliert bis 2030 fast jeden fünften Arbeitnehmer

Figuren in Arbeitskleidung unterschiedlicher Branchen stehen vor Euro Geldmünzen im Wert von 8,50.
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Bis zum Jahr 2030 gehen dem Arbeitsmarkt in Sachsen 187.000 Menschen verloren. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen leben aktuell rund 2,5 Millionen Menschen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in Sachsen. Im Jahr 2030 wird dieser Teil der Bevölkerung auf etwa 2,3 Millionen schrumpfen, prognostiziert die Bundesagentur für Arbeit. "Mit diesem Bevölkerungsrückgang gehen dem Arbeitsmarkt auch viele wertvolle Fachkräfte verloren, die aktuell noch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichern", sagte die Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, Reinhilde Willems. Sie rechnet mit einem durchschnittlichen minus der Arbeitskräftezahl von 7,6 Prozent.

Stadt-Land-Gefälle

In ländlichen Regionen Sachsens nimmt die Zahl der Bevölkerung am stärksten ab: In den Landkreisen Görlitz, im Erzgebirgskreis, im Vogtlandkreis und dem Landkreis Zwickau wird fast jeder Fünfte dem Arbeitsmarkt verloren gehen. Anstiege erwarten nur die kreisfreien Städten Dresden und Leipzig:

Eine Auswertung des Landesamtes für Statistik zeit in einer Grafik, wie sehr die Bevökerung in Sachsens Landkreisen zurückgehen wird.
Bildrechte: Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen

Pendler und Rückkehrer nach Sachsen holen

Allein durch die Vermittlung von Arbeitslosen sowie Ausbildung von Lehrlingen und Studenten, könnten laut Arbeitsagentur die Lücken in den Betrieben nicht geschlossen werden. Denn: Dem Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung um 187.000 Menschen stehen nur 111.000 arbeitslose Menschen gegenüber. "Daher ist das Thema Zuwanderung die Zukunftsaufgabe für Sachsen. Hierbei geht es um die Rückgewinnung der 140.000 Auspendler, der Rückkehrwilligen aus den anderen Teilen Deutschlands und um die gezielte Anwerbung ausländischer Fachkräfte", erklärte Willems.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.07.2019 | 15:00 Uhr

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8 Kommentare

12.07.2019 21:01 Deutschland über alles 8

Das kommt davon, wenn man sich einmauert.
Nicht nur im Kopf, sondern auch im täglichen Leben.

Bleibt nur schön in Eurem warmen Nest und lasst auf keinen Fall jemanden ohne Ariernachweis zu Euch rein

12.07.2019 07:38 Mane 7

Könnt doch die Leute von der Kohle nehmen,die dann wegfallen.

11.07.2019 20:43 Mediator 6

Die üblichen Rechtspopulisten unter den Kommentatoren negieren selbstverständlich wieder einmal ein Problem, für dass ihre Lieblingspartei keine oder sogar nur kontraproduktive Lösungsansätze hat.

Schon jetzt suchen Unternehmen händeringend nach QUALIFIZIERTEN und vor allem motivierten Mitarbeitern.
Die EU kann diesen Bedarf inzwischen nicht mehr wirklich decken und so manche Fachkraft wird inzwischen schon aus China und Vietnam importiert.

Spätestens als Pflegefall werden sich viele Sachsen ihre fremdenfeindlichkeit kaum mehr leisten können, denn ohne Ausländer funktioniert dort gar nichts mehr. Auch andere Bereiche unserer Gesellschaft funktionieren inzwischen nur noch dank ausländischer Arbeitskräfte.

Also träumt nur weiter von Industrie 4.0 und der Vorstellung, dass ihr da für NULL Arbeit vollen Lohnausgleich bekommt, oder einem Freizeitpark "Erzgebirge" in dem man als Bedienung das dicke Geld verdient. Das ist sicher der Traum vieler Menschen mit guter Ausbildung.

11.07.2019 18:54 Historiker 5

Viele Menschen in einer bestimmten Region bringen keinerlei Standortvorteil. Das beste Beispiel ist heute das Ruhrgebiet, wo fast alle Großstädte eine schlechte Zukunftsperspektive haben. Wichtig sind die Steuer zahlenden qualifizierten Arbeitskräfte. Auch muss es weiterhin Regionen geben, die naturnah bleiben und als Erholungsgebiete genutzt werden können. Das trifft nicht nur auf Mecklenburg-Vorpommern zu, sondern auch auf ländliche Regionen in Mitteldeutschland. In touristischen Einrichtungen und im Gastgewerbe müssen daher angemessene Löhne bezahlt werden. Mit gleichen Löhnen kommen auch die Arbeitskräfte zurück bzw. hinzu.

11.07.2019 17:25 Dieter Walther 4

Sehr geehrter Kollege Kaeser! Lesen Sie diesen Artikel genau durch und leiten Sie ihn an Frau Davis und Natter weiter! Noch haben wir gute Facharbeiter in der Energiesparte!!!!!! Oder sind die Standorte Dresden und Leipzig wirklich nicht mehr wichtig? Ihr ehemaliger Mitarbeiter Dieter Walther

11.07.2019 17:00 Fragender Rentner 3

Bei der Pressekonferenz hatte man uns gestern Hilfe versprochen.

Was soll das nun schon wieder?

Da soll man noch an das Gute glauben oder positiv denken?

11.07.2019 16:49 Gerd Müller 2

Ist doch gut, weil wenn die Industrialisierung 4.0 kommt, dann können 1/3 zu Hause bleiben dh. arbeitslos. Wo ist das Problem oder will man uns die Massenimmigration schmackhaft machen. Wir brauchen keine „Fachkräfte“, die sollen ihre Heimat aufbauen.

11.07.2019 15:21 Fragender Rentner 1

Zitat von Oben: Arbeitsmarkt in Sachsen verliert bis 2030 fast jeden fünften Arbeitnehmer

Wird bestimmt nicht so kommen, so wie die 3 Minister/innen es Gestern auf der Pressekonferenz uns versprochen haben.

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