E-Autos BMW will in Leipzig in Elektromobilität investieren

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der BMW-Präsentation in Leipzig
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Präsentation der BMW-Akkus in Leipzig Bildrechte: MDR/Sachsenspiegel

BMW baut seine Produktion von Elektroantrieben in Deutschland aus. Dafür investiert der Autobauer 100 Millionen Euro an seinem Standort in Leipzig. Ab 2021 werde das Werk Batteriemodule für die Hochvoltbatterien der E-Fahrzeuge produzieren, kündigte Werksleiter Hans-Peter Kemser an. Bis 2022 sollen mehr als 150 Mitarbeiter in der Batteriefertigung am Standort Leipzig tätig sein. Hochvoltbatterien für E-Fahrzeuge der Marken BMW und Mini kommen bislang aus dem bayerischen Dingolfing, den USA und China.

Zahl der zugelassenenen Elektroautos gering

Laut der Elektro-Offensive der Bundesregierung sollten hierzulande 2020 bereits eine Million Elektrofahrzeuge über die Straßen rollen. Doch von dieser Zahl ist man noch weit entfernt. Die Zulassungsquote für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben ist auf Mitteldeutschland bezogen vergleichsweise schlecht. Von den deutschlandweit zugelassenen Elektro-Autos entfallen nur rund drei Prozent auf Sachsen. Die geringe Reichweite der Autos, zu wenige Ladesäulen und die hohen Kosten bringen E-Auto-Kritiker als Argumente ins Rennen.

Ein durchschnittliches Fahrzeug kommt derzeit auf 330 Kilometer Reichweite, mit einer leistungstärkeren Batterie auf bis zu 550 Kilometer. Das Netz der Ladesäulen wächst stetig. Vor zwei Jahren waren es bundesweit 7.000, heute sind es laut BDEW-Ladesäulenregister rund 24.000. Davon stehen 1.855 in Mitteldeutschland.

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN | 23.09.2020 | 17:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.09.2020 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Reiner Wahnsinn vor 4 Wochen

Zitat im Text: "Die geringe Reichweite der Autos, zu wenige Ladesäulen und die hohen Kosten bringen E-Auto-Kritiker als Argumente ins Rennen". Dafür muß man doch kein E-Auto-Kritiker sein. Das gebietet doch der gesunde Menschenverstand, daß hier alles noch zu viele Risiken für den Endverbraucher birgt. Erst sollten E-Autos und Infrastruktur fertig entwickelt sein, dann klappt es auch mit dem (Nachbar) Verkauf. Selbst Hybrid und Plug in Hybrid wurden mir kürzlich, beim Kauf eines Neuen sowas von nicht empfohlen, weil alles zu risikohaft ist(für mich). Was nützen mir Steuerversprechen, wenn mich am Ende das E-Auto arm macht.

nasowasaberauch vor 4 Wochen

Allen Verfechtern der Elektromobilität empfehle ich die Sendung:
https://programm.ard.de/?sendung=287253677194772&first=1 auf Phoenix mit dem Titel Elektroautos, wie umweltfreundlich sind sie wirklich.
Die Rohstoffgewinnung ist nach wie vor ein Knackpunkt der eMobilität und der mit ihr einhergehenden Umweltzersörung andernorts. Damit ein eMobil CO2 neutral gebaut und betrieben werden kann muss sehr viel zusammenkommen, aber davon sind wir meilenweit entfernt. Die Ankündigung von VW die Herstellung des ID3 und 4 CO2 neutral herzustellen ist eine Mogelpackung. Angefangen beim Zukauf von grünen Strom über den Kauf von Waldschutz Zertifikaten in Bormeo bis zu Akkuproduktion in Polen hat sich VW ein Klimaetikett zusammengeschustert. Es wird dabei kein Baum zur CO2 Reduktion gepflanzt, nur bestehender Regenwald erhalten. Der Nachweis der Nachhaltigkeit bei der Lithiumgewinnung endet mit Erklärungen der Lieferanten. Bis zum Erzeuger geht die Kette nicht. Anschauen und selbst urteilen.

Mehr aus Sachsen