Schau über Industriekultur Weniger Besucher bei der vierten Landesausstellung "Boom"

Ausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen" im Audi-Bau Zwickau
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Nach dem vorzeitigen Ende der Landesausstellung "Boom" werden Teile davon digital zugänglich gemacht. Es werde ein umfangreicher 360-Grad-Rundgang der Zentralausstellung vorbereitet, der im Internet zur Verfügung gestellt werde, sagte am Freitag der Direktor des Deutschen Hygiene-Museums, Klaus Vogel, in einer Online-Pressekonferenz. Sein Museum hatte die Landesausstellung federführend geplant. Auch die Präsentation "F.I.T. for future" über heutige Arbeitswelten wird laut Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) digitalisiert.

Später gestartet, früher geendet

Die 4. Landesausstellung widmete sich im vergangenen Jahr dem Thema "500 Jahre Industriekultur in Sachsen". Wegen der Corona-Pandemie war sie mit zweieinhalb Monaten Verspätung gestartet. Der neuerliche Lockdown am Jahresende hatte ihr dann zwei Monate früher als geplant ein Ende gesetzt.

Das August Horch Museum in Zwickau
Die "AutoBOOM" in Zwickau wird als Sonderausstellung verlängert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Einnahmen unter den Erwartungen

Nach Angaben von Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) kamen rund 104.000 Menschen in die Schau. Bei der letzten Landesausstellung im Jahr 2011 in Görlitz waren es rund 170.000 Besucher gewesen. Dennoch wertete Klepsch die jüngste Landesausstellung trotz dieser Schwierigkeiten als "beachtlichen Erfolg". Die rund 18 Millionen Euro seien eine lohnende Investition gewesen. Insgesamt seien die Einnahmen mit rund 135.000 Euro aber deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Zwei Ausstellungen gehen in Verlängerung

Neben der Zentralausstellung im Zwickauer Audi-Bau gab es sechs weitere Ausstellungen an authentischen Orten in Chemnitz, Zwickau, Freiberg, Oelsnitz und Crimmitschau. Die beiden Schauplatzausstellungen "AutoBoom" in Zwickau und "MaschinenBoom" in Chemnitz werden den Angaben zufolge als Sonderausstellungen noch bis in den Sommer hinein verlängert. Klepsch kündigte an, dass sich in diesem Jahr eine Arbeitsgruppe mit Überlegungen zur nächsten Landesausstellung befassen werde. Dafür sei das Jahr 2029 im Gespräch.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2021 | ab 11:00 Uhr in den Nachrichten

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