Schlange stehen für die Briefwahlunterlagen im Briefwahlbüro von Dresden am Montag, den 26.8.
Warteschlange im Briefwahlbüro in Dresden. Bildrechte: MDR/Stephan Tittel

30.08.2019 | 11:33 Uhr Sachsen haben die Briefwahl für sich entdeckt

Schlange stehen für die Briefwahlunterlagen im Briefwahlbüro von Dresden am Montag, den 26.8.
Warteschlange im Briefwahlbüro in Dresden. Bildrechte: MDR/Stephan Tittel

Viele Sachsen haben bereits vor dem Sonntag der Landtagswahl ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Diese zeitlich flexible Alternative hatte in einigen Städten sogar zu Warteschlangen in den Briefwahlbüros geführt. Die Bürger kamen dorthin, um sich entweder die Unterlagen zu holen oder sie gleich vor Ort auszufüllen und wieder abzugeben.

Fast doppelt so viele Briefwähler in Dresden und Leipzig

In Dresden gab es bis zum 28. August 118.500 Briefwahlanträge, wie Kreiswahlleiter Markus Blocher informiert. Der Unterschied zur Landtagswahl 2014 ist deutlich: Damals wurden rund 68.000 Briefwähler gezählt. Auch in Leipzig hat der sich Zahl der Briefwähler fast verdoppelt, berichtet Juliane Superka, Leiterin der dortigen Briefwahlstelle. Bis Mittwoch hatten nach ihren Angaben rund 87.000 Leipziger per Brief ihre Kreuze gemacht. Die Leiterin rechnet mit insgesamt knapp 90.000 Briefwählern.

Weniger deutlich fällt der Trend zur Stimmabgabe im Vorfeld in Chemnitz aus. Dort hatten bis zum Mittwoch rund 35.000 Chemnitzer ihre Briefwahlunterlagen angefordert sowie gut 29.200 haben ihre Stimme per Post bereits eingeschickt oder von der Sofortwahl im Briefwahlbüro Gebrauch gemacht. Zum Vergleich: 2014 gab es insgesamt knapp 24.400 Briefwähler in Chemnitz.

Noch bis Freitag 16 Uhr haben in Sachsens Großstädten die Briefwahlstellen geöffnet.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.08.2019 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2019, 11:34 Uhr

4 Kommentare

Atheist vor 15 Wochen

Zu meinem Wahllokal brauche ich genau 2 Schritte weil ich als Wahlhelfer da ehrenamtlich tätig bin!
Und genau aus dieser Erfahrung heraus behaupte ich das wir internationale Wahlbeobachter brauchen- dringend!

DER Beobachter vor 15 Wochen

Werte "Atheistin "aus Überzeugung" ;). Wie weit haben Sie es denn wirklich zu Ihrem konkreten Wahllokal? Ich meine meine Nachfrage zur Erreichbarkeit Ihres nächsten Wahllokales konkret und ernst.
Ansonsten steht Ihnen der Weg zu den internationalen Wahlbeobachtern, was zuerst die OECD wäre, natürlich frei...

Atheist vor 15 Wochen

Aha Leipzig und Dresden, da wo es die Leute besonders weit zum Wahllokal haben.
komisch das die die auf dem Land wohnen dieses Angebot nicht annehmen.
Von daher sollte sich mal internationale Wahlbeobachter anschauen wie diese Briefwahlen genau ablaufen.

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