Matthias Rößler
Bildrechte: Tino Plunert

06.09.2019 | 13:40 Uhr | Update CDU nominiert Matthias Rößler für das Amt des Landtagspräsidenten

Matthias Rößler
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Die CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag hat den langjährigen Landtagspräsidenten Matthias Rößler (CDU) auch für die neue Legislaturperiode nominiert. Der 64-Jährige wurde am Freitag von 32 der 44 anwesenden Abgeordneten zum Kandidaten dafür gewählt.

Rößler übt das Amt seit zehn Jahren aus. Für den höchsten Posten im Landtag gab es zwei Bewerbungen. Neben Rößler hatte sich auch dessen Stellvertreterin Andrea Dombois zur Verfügung gestellt. Damit hatte es erstmals in der Sachsen-CDU eine Kampfkandidatur um diesen Posten gegeben. Ministerpräsident Michael Kretschmer gab kurz vor dem Votum eine Empfehlung für Rößler ab. Das habe ihn gefreut und bestärkt, sagte Rößler.

Dombois will als Landtagsvizepräsidentin kandidieren

Rößler räumte nach der Abstimmung eine Anspannung ein. Man sei in solchen solchen Momenten immer "in Gottes Hand". Dass es zwei Kandidaten gegeben habe, sei ein "wunderbares Zeichen innerparteilicher Demokratie". Er könne sich eine "wunderbare weitere Zusammenarbeit" mit Andrea Dombois vorstellen. Dombois sagte nach der Wahl: "Ich fühle mich jetzt nicht als Verliererin, sondern eher als Gewinnerin, dass ich den Mut hatte." Für das Amt der Vizepräsidentin wolle sie wieder kandidieren: "Ich glaube nicht, dass ich mich jetzt verstecken muss. Ich denke, ich habe eine gute Arbeit viele Jahre gemacht und würde das auch gerne weiter begleiten." Wie Rößler ist auch Dombois seit 1990 Abgeordnete des Landtages. Sie war seit 1994 durchgehend entweder 1. oder 2. Landtagsvizepräsidentin.

Landtagspräsidenten in Sachsen In der Geschichte des Sächsischen Landtages hat es bisher nur zwei Landtagspräsidenten gegeben. Von Oktober 1990 bis September 2009 hatte dieses Amt Erich Iltgen inne. Seit 2009 ist Matthias Rößler Landtagspräsident.

Die CDU hat als stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht für das Parlamentspräsidentenamt. Der Landtagspräsident muss auf der konstituierenden Sitzung des Landtages von einer Mehrheit der Abgeordneten gewählt werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

Kretschmer als Regierungschef vorgeschlagen

Einstimmig wurde von der Fraktion Ministerpräsident Michael Kretschmer zum Kandidaten für das höchste Regierungsamt bestimmt. Er muss innerhalb von vier Monaten nach der konstituierenden Sitzung gewählt werden. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde zudem Stephan Meyer als Parlamentarischer Geschäftsführer bestätigt.

Quelle: MDR/ma/jr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.09.2019 | ab 12 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 13:40 Uhr

11 Kommentare

Ekkehard Kohfeld vor 9 Wochen

Was träumen sie eigentlich nachts,wie wäre es erst mal den über 500 000 Rentnern die zur Tafel müssen hilft an Stelle zum Ausbau der digitalen Infrastruktur zu schreitet,ich denke das ist um einiges wichtiger,oder etwa nicht?

Roberto vor 9 Wochen

Man kann es auch so sehen: Die erneute Nominierung Rößlers ist schon die erste Kampfansage der Sachsenunion an die Grünen. Für viele eingefleischte Konservative (wie Rößler) ist eine Koalition mit den Grünen einfach nicht vorstellbar. Jetzt tut man alles, um sie zu "verunmöglichen", dann hat man am Ende einen guten Grund, es doch - und entgegen des Wahlversprechens - mit der AfD zu versuchen.

Jana vor 9 Wochen

Leute wie sie die gerne jammern vermeiden es immer konkret zu werden. Welche Veränderungen vermissen sie denn konkret? Worauf spielen sie an? Was soll greifen?

Nur zur Info:

Die Arbeitslosenquote ist so niedrig wie noch nie. Wer arbeiten will und kann, der hat aktuell alle Chance. Da hat eine kontinuierliche Verbesserung der situation stattgefunden.

Die Zahl der Straftaten ist ebenso auf einem historischen Tief. Stört sie diese kontinuierliche Verbesserung?

Auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur schreitet kontinuierlich voran und hier können sie sicher sein, dass eintretende Verbesserung vor Ort nicht langsam und kontinuierlich sind sondern sich in einer Vervielfältigung der Bandbreite äußern werden.

Also was stört sie? Das irgend einer immer arbeitslos ist, es immer irgend eine Straftat gibt und der letzte Weiler nicht so schnell surft wie Dresden? Wilkommen in der Realität.

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