"Der süße Brei" Finale für Märchendreh auf Burg Kriebstein

Es ist nicht das erste Mal, dass Burg Kriebstein als Kulisse für Filmaufnahmen dient. Erst vor wenigen Wochen wurde eine Dokumentation für die ZDF-Reihe "Terra X" gedreht. Nun waren erneut Filmleute in der kleinen Burganlage zu Gast. Dieses Mal standen Aufnahmen für einen Märchenfilm an.

Eine als Bauernmädchen verkleidete Schauspielerin tritt durch das Tor von Burg Kriebstein.
Märchenhafte Kulisse im wahrsten Sinn: auf Burg Kriebstein wurde ein Märchen der Brüder Grimm verfilmt. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Sieben Tage lang tummelte sich ein 35-köpfiger Drehstab auf Burg Kriebstein. Die eng gebaute Spornburg über der rauschenden Zschopau war für die Verfilmung des Grimm-Märchens "Der süße Brei" auserkoren worden. In der Burganlage wurden die Außeneinstellungen für das Märchen gedreht. Die Handlung spielt im Jahr 1384 – im 14. Jahrhundert wurde auch die Burg erbaut. Regisseur Frank Stoye: "Ich sah Fotos von der Burg und hab gesagt: Das ist mein Favorit! Es war ideal für das, was im Drehbuch stand."

Optische Kosmetik an Burg

Obwohl die Bedingungen nahezu perfekt waren, nahm die Filmcrew ein paar leichte Veränderungen vor. So erhielt die Burg eine neue, täuschend echt wirkende Toranlage aus Pappmaché. Auch eine Brunnenattrappe wurde im Burghof aufgestellt. Den Brunnen darf die Burg behalten. Die Imitat des Portals wurde wieder abgebaut.

Hollywood-Feeling in Kriebstein Dreharbeiten für Märchen "Der süße Brei" im Kasten

Sieben Tage lang wurde auf Burg Kriebstein gedreht. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert bot dem Drehteam eine optimale Kulisse. Dennoch wurden noch kleine Veränderungen vorgenommen – aus Pappmaché.

Panoramablick auf die Burg Kriebstein.
Die urige Burg Kriebstein hatte in den vergangenen Tagen Filmleute zu Gast. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Panoramablick auf die Burg Kriebstein.
Die urige Burg Kriebstein hatte in den vergangenen Tagen Filmleute zu Gast. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Im Hof von Burg Kriebstein tummeln sich Filmleute.
Im Innenhof und rund um die Burg wurden Szenen für das Märchen "Der süße Brei" gedreht. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Ein in mittelalterliche Bauernkluft gekleidetes Pärchen steht im Hof von Burg Kriebstein.
Zuvor gecastete Komparsen stellten das Leben in der Burg im Jahr 1384 nach. In dieser Zeit spielt das Märchen. Bildrechte: MDR/Sven Böttger
Im Hof von Burg Kriebstein steht ein Schmiedezelt mit Blasebalg und Amboss.
Alles sollte authentisch wirken. Viel Komfort hatte man als Schmied im 14. Jahrhundert nicht. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
Ein mittelterlicher Brunnen aus Pappmaché.
Laut Regisseur Frank Stoye passte die Burganlage aus dem 14. Jahrhundert super zum Drehbuch. Allerdings musste hier und da nachgebessert werden. Der Brunnen zum Beispiel steht nicht wirklich im Hof der Burg – es ist eine Attrappe aus Pappmaché. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
Ein Burgtor aus Pappmaché steht an der Fassade von Burg Kriebstein.
Auch das Tor ist nicht das wahrhafte Portal der Burg Kriebstein. Szenenbildner bauten eine für den Film passendere Pforte nach. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
Eine Steinmauer mit Moos am Sockel.
Beim Burgtor aus Pappmaché wurde auf jedes Detail geachtet, damit es zur Burgfassade passt. Sogar das Moos am Sockel wurde imitiert. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
Eine als Bauernmädchen verkleidete Schauspielerin tritt durch das Tor von Burg Kriebstein.
Auf Kriebstein wurden jedoch nur Außeneinstellungen gedreht. Für Innenaufnahmen sind die Räume der Burg zu klein. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
Zwei junge Schauspieler halten einen Tonkrug in der Hand.
Die Hauptdarsteller Merlin Rose (l.) und Svenja Jung (r.) hatten sichtlich Spaß beim Dreh. Zu Weihnachten 2018 wird der Märchenfilm ausgestrahlt. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi
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Tross zieht weiter

Am Mittwoch wurden die letzten Szenen für die Film-Koproduktion von ZDF und MDR auf Kriebstein geschossen. Weitere Aufnahmen folgen in den kommenden Tagen in Rochlitz und der mittelalterlichen Museumsstadt Bleiberg bei Frankenberg. Ab Sonntag werden dann auf der Festung Königstein noch bis zum 7. Mai die Innenaufnahmen gedreht.

Zu Weihnachten wird der 1,7 Millionen Euro teure Film ausgestrahlt.

Quelle: MDR/mv/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 18.04.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2018, 17:46 Uhr

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