09.04.2020 | 11:52 Uhr Tag der Sachsen in Aue-Bad Schlema abgesagt

Der diesjährige 29. Tag der Sachsen in Aue-Bad Schlema findet nicht statt. Wie der Präsident des Kuratoriums, Matthias Rößler, und der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl, mitteilten, wird das Volksfest aber in einem späteren Jahr in der Erzgebirgsstadt nachgeholt. Eine endgültige Entscheidung zu einem neuen Termin werde das Kuratorium in der nächsten Mitgliederversammlung treffen. Diese sei für Juni geplant.

Rößler dankt allen Beteiligten

Ursprünglich sollte der Tag der Sachsen vom 4. bis 6. September 2020 in Aue-Bad Schlema gefeiert werden. Kuratoriumspräsident Rößler bezeichnete die Entscheidung als schmerzhaft, da die Vorbereitungen bereits seit zwei Jahren liefen und sehr viele Stunden Arbeit in die Planung und Organisation geflossen seien. Er bedanke sich bei allen Vereinen, Verbänden, Ehrenamtlichen und Unterstützern für ihr bisher gezeigtes Engagement.

Momentan gilt es, zuallererst die Herausforderungen der Pandemie gemeinsam mit allen Beteiligten zu bewältigen. Danach wird das miteinander Feiern umso schöner sein!

Matthias Rößler Präsident des Kuratoriums Tag der Sachsen

Kohl: Helfer gehören zur kritischen Infrastruktur

Der Oberbürgermeister von Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl, sagte, die Veranstaltung werde "lediglich ausgesetzt bzw. verschoben". Die bislang durch die Organisation gewonnene Erfahrung "können wir für das Gelingen eines späteren Festes einsetzen", so Kohl. Bezogen auf die derzeitige Situation durch die Corona-Pandemie sagte er, "dass ein Volksfest mit ca. 250.000 erwarteten Besuchern jeden Alters schon aus objektiven Gründen nicht schon im September 2020 stattfinden" könne.

Der Bürgermeister von Aue, Heinrich Kohl, sitzt an einem Schreibtisch.
Der Oberbürgermeister von Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mit Blick auf die Vorbereitungen des großen Volksfestes berichtet Kohl außerdem davon, dass in den vergangen Tagen zahlreiche Partner ihre Arbeit unterbrechen bzw. einstellen mussten, da "die verantwortlichen Bereiche zum Großteil der kritischen Infrastruktur zuzurechnen sind". Dies betreffe etwa die Verkehrsplanung, die Entsorgung, sowie das Sanitäts- und Sicherheitskonzept für die Veranstaltung.

Quelle: MDR/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.04.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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