Abtreibungen
Untersuchungszimmer einer Gynäkologie-Praxis (Symbolbild) Bildrechte: dpa

26.05.2019 | 14:04 Uhr Abtreibungsbefürworter und -gegner gehen in Annaberg-Buchholz auf die Straße

Abtreibungen
Untersuchungszimmer einer Gynäkologie-Praxis (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Gegner und Befürworter von Schwangerschaftsabbrüchen haben im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz für die gegensätzlichen Anliegen demonstriert. An einer Kundgebung unter dem Motto "Leben schützen! Abtreibung legalisieren!" während eines feministischen Straßenfestes nahmen nach Polizeiangaben am Samstag rund 400 Menschen teil. Die Polizei in Chemnitz teilte mit, an der Demonstration der Abtreibungsgegner unter dem Motto "Hilfe zum Leben statt zum Töten" hätten sich rund 500 Menschen beteiligt. Zu dem "Schweigemarsch für das Leben" hatte der Verein Lebensrecht Sachsen zum zehnten Mal aufgerufen. Abtreibungen seien in Deutschland "rechtswidrig und doch straffrei", kritisierte der Verein.

Polizei mit 240 Beamten im Einsatz

Zu den Protesten gegen die Abtreibungsgegner hatte zum fünften Mal das Bündnis Pro Choice Sachsen aufgerufen. Es sei gefährlich, wenn aufgrund einer wortgetreuen Auslegung der Bibel der Ruf laut werde, Abtreibungen komplett zu verbieten, betonte das Bündnis. Verbote führten dazu, dass Frauen zu unsicheren und lebensgefährlichen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs greifen müssten. Abtreibungen müssten entkriminalisiert werden.

Die Polizei war mit rund 240 Beamten im Einsatz, um den beiden Gruppen ihr Demonstrationsrecht zu ermöglichen und Zusammenstöße zu verhindern.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.05.2019 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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