Fahndung nach Straftäter Unbekannte lösen Radmuttern an Autos im Erzgebirge

Nachgestellte Szene - ein Mann schraubt an den Radmuttern eines Autos.
Etwa 100 Fälle von gelösten Radmuttern an Autos sind der Polizei im Erzgebirgskreis seit Anfang des Jahres gemeldet worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit Anfang dieses Jahres sind nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz an etwa 100 Fahrzeugen im Erzgebirgskreis von einem oder verschiedenen Tätern Radmuttern gelockert worden. Polizeisprecher André Ryczek sagte MDR SACHSEN, dass es im Juni und Juli eine Häufung der Fälle im Landkreis gegeben habe. "Im Moment ist die Zahl wieder rückläufig."

Erster Unfall durch gelockerte Radmuttern

Ein Unfall, der auf gelöste Radmuttern zurückzuführen sei, habe sich vor zwei Wochen ereignet. Ryczek sagte MDR SACHSEN, dass dies der erste Unfall in diesem Zusammenhang ist. Dabei hat sich am Wagen einer Frau, die mit einem Kind im Auto saß, nach Angaben der Freien Presse ein Rad gelöst und sich im Radkasten verkeilt. Daraufhin kam es zu einem Unfall, bei dem niemand verletzt wurde. Am Auto entstand jedoch erheblicher Sachschaden. "In anderen Fällen kam es nicht zum Unfall, weil die Fahrer vorher ungewöhnliche Geräusche oder ein anderes Fahrverhalten bemerkt hatten und noch zu einer Werkstatt fahren konnten."

Keine Tatorte feststellbar

Genau darin liegt die Schwierigkeit bei diesen Fällen, sagt Ryczek. "Die Ermittlungen sind alles andere als einfach, da sich der Tatort in den meisten Fällen gar nicht zuordnen lässt. Die Fahrer erledigen noch einen Weg oder halten irgendwo an." Damit ließe sich nicht sagen, wo genau im Erzgebirgskreis an den Fahrzeugen unerlaubt geschraubt wurde. Die Ermittlungen führt nach Angaben des Sprechers zurzeit die Kriminalpolizei in Chemnitz.

Wachsame Nachbarn gefragt

Da die Zuordnung der Tatorte zu den einzelnen Taten so schwierig ist, bittet die Polizei die Bevölkerung, wachsam zu sein. "Sollte jemand bemerken, dass an einem abgestellten Fahrzeug an den Rädern geschraubt wird, bitte ich darum, die Polizei zu alarmieren", sagt Ryczek.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.09.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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