28.11.2019 | 13:11 Uhr Ein lila Herz für Aue

Jährlich prämiert Sachsen unter dem Motto "Ab in die Mitte!" die besten Ideen zur Innenstadtgestaltung. In diesem Jahr hat Riesa den Preis geholt. Doch was hat Vorjahressieger Aue mit den 30.000 Euro Preisgeld gemacht?

Zwei Frauen und ein Mann sitzen auf einer Bank mitten in einer herzförmigen Skulptur mit einer Stadtsilhouette.
Ines Schieck (Wirtschaftsförderung Aue), Fotograf Frank Martin und Aues Pressesprecherin Jana Hecker haben das lila Herz bereits in Beschlag genommen. Bildrechte: Thomas Friedrich

Die Stadt Aue-Bad Schlema hat sich ein Herz gefasst und es auf dem Markt aufgestellt. Das Geld für die neue Sitzgelegenheit kam vom Land Sachsen. Als Teilnehmer des Innenstadtwettbewerbs "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen" hatte sich Aue 2018 gegen 17 andere Kommunen durchgesetzt. Mit dem Projekt "Das lila Herz schlägt” gewann die Stadt im vergangenen Jahr den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis. Mit einem Teil davon, wurde nun auch die Bank finanziert.

Idee kam von Händlern aus der Innenstadt und den Bürgern von Aue

Auf einem Tisch liegen Schirm, Brille, Tasse Schreibblock, Magnet und Tüte mit einem Herzlogo der Stadt Aue.
Natürlich gibt es auch die entsprechenden Accessoires mit dem lila Herz aus Aue. Bildrechte: Thomas Friedrich

Die Kreativgruppe der Auer Händlergemeinschaft hatte bereits 2016 die Marke "Lilaherz" entwickelt. Federführend damals war Fotograf Frank Martin. Die Händler wollten das Image der Stadt mit einem Logo stärken, mit dem sich die Auer identifizieren konnten. Daher wurden wurden die Einwohner der Stadt aufgerufen, aus einem lila Herz und der Stadtsilhouette ein Logo zu kreieren. Aus den zahlreichen Ideen wurde dann das schönste Herz ausgewählt. Dazu kam dann noch die Idee der Lebens-Adern, die über die gesamte Stadt ein Netzwerk bilden und historische oder funktionale Elemente der Stadt Aue miteinander verbinden sollen. Allerdings fehlte Händlern und der Kommune das Geld für die Umsetzung der Idee.

Wettbewerbssieg schafft finanzielle Spielräume

Das Projekt landete auf dem Tisch von Ines Schieck, die in Aue-Bad Schlema für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. "Ich kannte den Wettbewerb 'Ab in die Mitte'. Und wir haben schon mit einer kleinen Finanzspritze vom Freistatt geliebäugelt. Mit dem Hauptpreis haben wir nicht gerechnet." Aber durch die 30.000 Euro vom Freistaat ließe sich das Projekt "Das lila Herz schlägt" nun Stück für Stück umsetzen.

Plan von Aue mit Routen und Fotopunkten für «Aue - Das lila Herz schlägt»
Mit diesem Plan der Adern durch die Stadt hat Aue 2018 den Wettbewerb "Ab in die Mitte!" gewonnen. Bildrechte: Stadt Aue

Das lila Herz soll auch in der Region schlagen

Im kommenden Jahr sollen dann auch die zum Projekt gehörenden "Lebens-Adern" der Stadt in Angriff genommen werden. Die Adern werden quer durch die Stadt verlaufen und sollen sportliche, kulturelle, bergbautechnische und religiöse Einrichtungen verbinden. Auch das neu zur Stadt hinzugekommene Bad Schlema wird über die Route "Gesundheit und Natur" eingebunden. Infotafeln werden an markanten Punkten in der Stadt auf besondere Orte hinweisen. Eine Broschüre in Deutsch, Tschechisch und Französisch, eine Homepage und eine eigene App sollen ebenfalls erstellt werden. Die Lebensadern sollen in den kommenden Jahren auch über die Stadtgrenzen hinaus erweitert werden, um die gesamte Region zu verbinden.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.11.2019 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2019, 13:11 Uhr

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