20.01.2020 | 16:56 Uhr Zahnärztin entwickelt Erzgebirgs-Zahnpasta

Eine Zahnpasta mit schwarzem Stiehl, auf den weißen Bürsten ist eine dunkle Paste zu sehen.
Bildrechte: Roesch

Egal, ob mit der Hand oder einer elektrischen Zahnbürste - der Mund braucht regelmäßige Pflege. Zahnärztin Britta Rösch aus Schwarzenberg hat eine Kräuterzahnpasta mit Zutaten aus der Region entwickelt, die laut Rösch ohne Chemie, Alkohol und reizende Stoffe auskommt.

Eine blonde Frau mit Pflanzen in der linken Hand lächelt in die Kamera.
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Mir war es wichtig, eine milde Zahncreme zu entwickeln, die in jedem Mund angenehm ist und wo man nicht hinterher Zungenschmerzen hat, weil einem alles viel zu scharf war.

Dr. Britta Rösch | Zahnärztin

Mit der Heilkraft regionaler Kräuter

Die Putzmasse sei eine Mischung aus verschiedenen Mineralerden, von denen sie wisse, dass die Putzwirkung eine Gute ist, ohne den Zähnen zu schaden, sagt die Zahnärztin. Dazu kommt eine Lösung aus Mineralien, "die ausschließlich aus Pflanzen gewonnen ist. Ganz winzige Mineralienteilchen, die die Zähne ernähren sollen." Eine weitere Besonderheit sind die enthaltenen Kräuter, die alle im Erzgebirge angebaut werden.

"Oregano ist enthalten. […] Des Weiteren haben wir Schafgarbe und Löwenzahn. Dann hab ich noch den Galgant reingepackt. Das ist ein Ingwergewächs, eben nur nicht ganz so kräftig. Und die Bertramwurzel hat für die vorgenannten Kräuter eine verstärkende Eigenschaft", so Britta Rösch.

Wirkunsweisen der Kräuter

Der Galgant erhöht den Speichelfluss und wirkt desinfizierend.
Die Schafgarbe hat eine milde antibakterielle Wirkung.
"Das Oregano ist eine sehr gut desinfizierende Pflanze, die die Bakterien, die nicht ganz so gut für unser Wohlbefinden sind, reduziert. Und es gibt denen, die zu uns gehören und die wichtig für uns sind, die Chance, sich wieder zu vermehren und damit eine gesunde Mundflora herzustellen." (Britta Rösch)

Die Kräuter für die Zahnpasta wachsen bei Steffi Viererbe auf Kräuterfeldern in und um Herold herum.

In Handarbeit wird die Zahnpasta schonend hergestellt, so dass die Wirkstoffe erhalten bleiben, erklärt die Zahnärztin. Britta Rösch kommt dabei in ihrer kleinen Zahnpasta-Manufaktur im Erzgebirge ganz ohne maschinelle Unterstützung aus.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2020 | 10:00-13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2020, 16:56 Uhr

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