11.07.2020 | 17:39 Uhr Theater mit Abstand: Sommerspielzeit auf der Naturbühne Greifensteine eröffnet

Theaterstück auf der Naturbühne Greifensteine
Am Sonnabend wurde die Sommerspielzeit auf der Naturbühne Greifensteine mit "Neues vom Räuber Hotzenplotz" eröffnet. Bildrechte: Eduard-von-Winterstein-Theater

Rund vier Monate ist es her, dass das Ensemble des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz zum letzten Mal auf der Bühne stand. Am Sonnabend sind die Künstler mit "Neues vom Räuber Hotzenplotz" in die Sommerspielzeit auf der Naturbühne Greifensteine gestartet.

"Wir freuen uns alle rasend, wieder spielen zu können", sagt Intendant Ingolf Huhn. "Für Menschen, die auf der Bühne stehen, ist es unerträglich, nicht auftreten zu können." Sie seien in den letzten Monaten durch die Hölle gegangen. Doch das sei nun vorbei.

Blick auf die Naturbühne Greifensteine
Auch auf der Bühne muss Abstand gehalten werden. Die Regisseure haben das Stück "Neues vom Räuber Hotzenplotz" entsprechend umgearbeitet. Bildrechte: Eduard-von-Winterstein-Theater

Großer Organisationsaufwand durch Corona-Verordnungen

Im Vorfeld der Sommerspielzeit gab es für das Theater viel zu organisieren. "Wir mussten uns überlegen, wie wir die Hygienebedingungen einhalten können und was wir spielen können", erzählt Huhn. Dass Kinderstücke dabei sein müssen, sei schnell klar gewesen.

Die Kinder sind in großer Not. Es gibt kaum Angebote und nun beginnen auch bald die Ferien.

Ingolf Huhn Intendant des Eduard-von-Winterstein-Theaters

Doch auch auf der Bühne herrschen Abstandsregeln. "Auf der Naturbühne haben wir ja viel Platz. Das macht es einfacher", so der Intendant. "Beim Räuber Hotzenplotz merkt man es fast gar nicht. Die Regisseure haben es toll umgearbeitet."

Blick vom Zuschauerraum zur Naturbühne Greifensteine
Um die Abstandsregeln einzuhalten, können nur 400 statt bisher 1.200 Zuschauer gleichzeitig die Stücke auf der Naturbühne sehen. Bildrechte: Eduard-von-Winterstein-Theater

Platz hinter der Bühne ist begrenzt

Das größere Problem sei der Bereich hinter der Bühne gewesen. Normalerweise halten sich hier bis zu 50 Personen gleichzeitig auf. Das sei mit den aktuellen Verordnungen aber nicht vereinbar, sagt Huhn. "Wir haben 28 Garderobenplätze, die wir jetzt nutzen können." Deshalb werde zum Beispiel bei der Revue-Operette "Im weißen Rössel" der Chor reduziert.

Aufgrund der Abstandsregeln dürfen nur 400 der 1.200 Sitzplätze im Zuschauerraum vergeben werden. Finanziell rechnet Huhn mit starken Einbußen. "Aber wir spielen nicht nur für Geld", so Huhn. "Wir spielen weil wir einen Auftrag haben. Dafür bekommen wir auch Steuergelder." Der Kartenverkauf läuft online und an der Vorverkaufskasse in Annaberg-Buchholz.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.07.2020 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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