Trinkwasserreservoir Landesumweltamt untersucht Kohlenstoffe in Zuflüssen der Talsperre Sosa

Eine Hinweistafel und eine Art Wappen, im Hintergrund die Talsperre.
An der Talsperre Sosa wird untersucht, woher Kohlenstoffverbindungen kommen, die das Wasser trüben. Bildrechte: MDR/Mario Unger

Fachleute vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie Forscher der TU Dresden untersuchen im Erzgebirge die Ursachen für die sinkende Wasserqualität in den Zuflüssen der Trinkwassertalsperren. Sie wollen herausfinden, an welchen Stellen Kohlenstoff aus den Böden ins Wasser gelangt, teilte das Landesamt mit. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Talsperre Sosa, die zwischen 1948 und 1952 als Talsperre des Friedens im Höllengrund errichtet wurde.

Acht Messstellen an zwei Zuflüssen

An insgesamt acht Messstellen entlang der Zuflüsse Kleine Bockau und Neudecker Bach werden den Angaben zufolge Boden, Grundwasser und Oberflächenwasser bis 2026 genau beobachtet. Sensoren erfassen die Temperatur und den Wassergehalt des Bodens sowie die Abflussmenge und die chemische Beschaffenheit der Bäche. Die Messungen erfolgen in festen Zeitintervallen. Zusätzlich werden bei starkem Regen und während der Schneeschmelze ereignisbezogene Daten gesammelt.

Braunes Wasser durch Kohlenstoffe

Die Konzentration an Kohlenstoffverbindungen steigt seit gut 30 Jahren stetig an. Damit färbt sich das Wasser braun und riecht unangenehm. Gelöste Kohlenstoffverbindungen im Trinkwasser sind nicht gesundheitsschädlich, müssen aber kostenaufwendig aus dem Wasser herausgefiltert werden.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.08.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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