Eisenbahninspektion Ursache für tödliches Zugunglück in Tschechien steht fest

Rettungskräfte stehen am Bahnhof Pernink
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Ein halbes Jahr nach dem schweren Zugunglück zwischen Karlsbad und Johanngeorgenstadt sind die Ermittlungen abgeschlossen. Wie die Eisenbahninspektion in Prag mitteilte, führte menschliches Versagen zu dem Unfall. Einer der Triebwagenführer sei ohne Erlaubnis der Fahrdienstleitung aus dem Bahnhof Pernink abgefahren. Er hätte jedoch die Kreuzung des entgegenkommenden Zuges abwarten müssen. Außerdem stellten die Ermittler eine mangelnde technische Absicherung der Strecke fest und empfahlen Nachbesserungen. Sicherungssysteme hätten genau diesen menschlichen Fehler verhindern können.

Zwei Personenzüge waren im Juli 2020 auf der eingleisigen Strecke im Erzgebirge frontal zusammengestoßen. Bei der Kollision wurden zwei Fahrgäste getötet, darunter ein 49- jähriger Mann aus Elterlein. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden mindestens 24 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer. Unter den Verletzten befanden sich auch Zuginsassen aus Deutschland.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2021 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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