09.07.2020 | 18:04 Uhr Nach Messerattacke an Heiligabend in Aue: Urteil ist rechtskräftig

Prozessauftakt wegen versuchten Totschlags in Aue
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Das Urteil im Prozess gegen drei Männer nach einer Messerattacke an Heiligabend 2019 in Aue-Bad Schlema ist rechtskräftig. Wie das Landegericht Chemnitz am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, ist bis zum Ablauf der Frist keine Revision eingegangen.

Gericht verhängt Haft- und Bewährungsstrafen

Gut ein halbes Jahr nach der Tat war der jugendliche Haupttäter Anfang Juli zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Er muss 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. In der Anklage waren dem 17 Jahre alten Syrer versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen worden.

Dessen Vater wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, die durch die Untersuchungshaft abgegolten ist. Ein dritter Angeklagter aus dem Libanon wurde freigesprochen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Syrer bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige am 24. Dezember 2019 einen 51-jährigen Helfer niedergestochen hat. Der Deutsche hatte demnach einen Streit zwischen mehreren Männern schlichten wollen und war dazwischen gegangen. Der Ehrenamtler war durch eine Notoperation gerettet worden.

Quelle: MDR/al/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.07.2020 | 20:00 Uhr in den Nachrichten

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