Nach Feuer in Asylunterkunft Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung in Schneeberg

Brand in Asylunterkunft Schneeberg
Gegen 20 Uhr wurde die Feuerwehr in die Hohe Straße in Schneeberg zum Brand in der Asylunterkunft gerufen. Bildrechte: Niko Mutschmann

Nach den Bränden in einer Schneeberger Asylunterkunft am Donnerstagabend ermittelt die Kriminalpolizei wegen schwerer Brandstiftung. Außerdem untersuchen Experten die Stellen, wo die Feuer ausgebrochen sind. Das teilte die Polizei am Freitag mit.

In dem Heim hatte es am Donnerstag zwei Mal kurz hintereinander gebrannt. Unbekannte hatten einen Vorhang an einem Fenster im ersten Obergeschoss angezündet, welcher daraufhin durch Mitarbeiter der Unterkunft gelöscht wurde. Während die Polizisten vor Ort ihre Ermittlungen führten, lösten wiederum Unbekannte die Brandmeldeanlage im zweiten Obergeschoss des Hauses aus. Mitarbeiter der Unterkunft stellten eine brennende Tür eines Waschraumes fest. Diese wurde von der Feuerwehr gelöscht.

Vier Personen leicht verletzt

Infolge der Brände wurde das Gebäude evakuiert. Davon waren etwa 60 Personen betroffen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden zwei Bewohner sowie zwei Mitarbeiter der Asylunterkunft leicht verletzt. Sie mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 10.000 Euro. Die Feuerwehren Schneeberg, Neustädtel, Grießbach und Bad Schlema waren mit zehn Fahrzeugen und 56 Kameraden im Einsatz.

Quelle: MDR/dk/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.07.2020 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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