Saisonvorbereitungen trotz Corona-Pandemie Am Fichtelberg werden die Schneekanonen angeworfen

Der Winter hält Einzug auf dem Fichtelberg: Pünktlich zum ersten Advent sind die Temperaturen auf Minusgrade gesunken. Die Sonntagsausflügler genießen das Winterwetter, bevor in der kommenden Woche die Ausgangsbeschränkungen verschärft werden: "Einfach noch einmal ein bisschen Freiheit und Natur genießen."

Wir wollten heute noch einmal schnell hochfahren, weil die Coronazahlen in unserem Gebiet extrem steigen und wir wahrscheinlich nächste Woche nicht mehr hierher können.

Besucherin Fichtelberg

Saisonvorbereitungen in Oberwiesenthal
Noch ist auf der Rodelbahn nur eine leichte Schicht Reif zu erblicken. Bildrechte: Bernd März

Unternehmerisches Risiko

Trotz der ungewissen Aussicht haben die Mitarbeiter der Fichtelberg Schwebebahn die Schneekanonen angeworfen, um ausreichend Kunstschnee für die kommende Saison zu produzieren. Dabei ist noch unklar, ob die Saison in diesem Winter überhaupt starten kann. Angesichts der nach wie vor steigendenden Infektionszahlen und der europaweiten Diskussion über Skitourismus, ist an eine Öffnung des Skigebiets derzeit nicht zu denken. René Lötzsch, Betreiber der Fichtelberg Schwebebahn, will die Hoffnung nicht aufgeben. "Wir müssen das unternehmerische Risiko tragen und maschinell beschneien, in der Hoffnung, dass es irgendwann mal losgeht."

Saisonvorbereitungen in Oberwiesenthal
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Schlimmste wäre, wenn Mitte Dezember Lockerungen beschlossen werden und wir öffnen können, aber keinen Schnee haben.

René Lötzsch Betreiber der Fichtelberg Schwebebahn

Zwischen Hoffen und Bangen

So laufen die Vorbereitungen auf halber Kraft. "Wir beschießen derzeit nur die 'Himmelsleiter', weil dort die Chance am größten ist, dass sich der Schnee auch vier, fünf Wochen lang hält." Beim Blick über die Grenze wird Lötzsch neidisch: Der Keilberg auf tschechischer Seite erstrahlt bereits gänzlich in Weiß.

Saisonvorbereitungen in Oberwiesenthal
Die Schneekanonen laufen: Oberwiesenthal bereitet ich trotz Corona auf die Wintersaison vor. Bildrechte: Bernd März

Auf dieser Seite der Grenze wird weiter gebangt und auf Lockerung gehofft. Aber Lötzsch ist zuversichtlich: "Wir haben ein ordentliches Hygienekonzept und ich bin der Meinung, wer Skifahren möchte, der wird sich auch daran halten." Das heißt, am Lift herrscht Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Lötzsch hofft auf die Eigenverantwortung der Skitouristen, wenn es denn endlich losgehen kann.

Saisonvorbereitungen in Oberwiesenthal
Die Schneekanonen feuern: Die "Himmelsleiter" wird skifest gemacht. Bildrechte: Bernd März

Quelle: MDR/lt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 29.11.2020 | 19 Uhr

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