Die Delegation freut sich über die Entscheidung des Kommtites.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

07.07.2019 | 12:55 Uhr Welterbe: Erste Anfragen aus den USA und Japan erreichen das Erzgebirge

Die Delegation freut sich über die Entscheidung des Kommtites.
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Nachdem die Montanregion Erzgebirge am Sonnabend den Unesco-Welterbetitel geholt hat, richten die Verantwortlichen ihren Blick auf die nächsten Schritte. "Zuerst wird gejubelt. Das ist klar. Aber wir haben jetzt viele Marketingaufgaben", sagte Matthias Lißke von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Unter anderem möchte man mit einer App und einer Broschüre auf den Welterbetitel aufmerksam machen. "Und natürlich werden wir feiern, wenn wir die Urkunde am 14. September bekommen. Für den Tag haben wir in Freiberg auf dem Obermarkt einen großen Zapfenstreich mit vielen Bergleuten geplant", so Lißke, der schon erste positive Rückmeldungen auf die Welterbeentscheidung erhält. "Es gibt bereits Anfragen von Reisebüros aus den USA und aus Japan, die die Entscheidung mitbekommen haben. Das ist natürlich eine tolle Geschichte. Mal sehen, was draus wird. Viel Arbeit liegt vor uns", sagte der Wirtschaftsförderer.

Anerkennung für die Menschen im Erzgebirge

Bergmann Klemens Markert vom Blechbläserquintett vom Musikkorps der Bergstadt Schneeberg freut sich über den Welterbetitel für das Erzgebirge.
Klemens Markert vom Blechbläserquintett des Musikkorps der Bergstadt Schneeberg freut sich über den Welterbetitel für das Erzgebirge. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Klemens Markert vom Blechbläserquintett des Musikkorps der Bergstadt Schneeberg freut sich ebenfalls über die Entscheidung der Unesco. Als sie in Baku verkündet wurde, befand er sich mit seinen Kollegen gerade auf dem Weg nach Aserbaidschan. "Die Information hat uns während der Anreise erreicht, als wir in Istanbul auf dem Flughafen waren. Natürlich war die Freude sehr groß, weil wir jetzt eine Anerkennung dafür haben, was seit Jahrhunderten im Erzgebirge geleistet wird." Für die gemeinsame Sache hätten die verschiedenen Regionen im Erzgebirge an einem Strang gezogen, freute sich Markert.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.07.2019 | 11:00 Uhr in den Nachrichten

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12 Kommentare

11.07.2019 22:30 Grünfink 12

Zum Thema Übernachtung: Versuchen Sie mal für mehrere Leute einzelne Übernachtungen zu organisieren. Die Antwort lautet: "Geht nicht" oder "Das lohnt sich für uns nicht." Die Region hätte ein riesiges Potential wenn sich wenigstens die Gemeinden zum. gemeinsamen Marketingauftritt nicht als Konkurrenz sehen, sondern abstimmen und zusammenarbeiten würden. Andere Naturparke habe eine zentrale Information mit umfassender Ausstellung und Themenerlebniswelt als zentrale Anlaufstelle. Warum gibt es das im Erzgebirge nicht?

11.07.2019 22:29 Grünfink 11

Wenn neben den klassischen unendlichen "gutbürgerlichen" Fleischbergen häufiger mal gesunde leichte Essen (auch regionsle Eintöpfe) und eine größere vegetarische Auswahl zu finden wäre. In der Rubrik " Salate" gibt es oft nur Wurstsalat und/oder Grünzeugs mit viel Fleisch obendrauf; das mögen die jungen Touristen nicht mehr. Die junge Generation besitzt kaum noch ein eigenes Auto: Wie sieht es denn mit den Zugverbindungen (Fernbahn Chemnitz) und Fernbusse aus?

10.07.2019 19:11 Thüringer ROTwurst 10

@Die kurze Seite der Sonnenallee: Sie kennen schon die Touristenzahlen (vor allem aus dem Ausland) der letzten Jahre von Sachsen? Da kann Thüringen nur neidvoll rüberschauen, da nützt anscheinend auch kein Bodo & Co.

09.07.2019 23:35 Jonas Marx 9

Anerkennung, Respekt, Gratultion zunächst für alle, die um den Titel so beharrlich gekämpft haben. Und nun? Anfragen aus Japan, Amerika.... war zu lesen. Gastronomisch u. unterkunftstechnisch gibt es Lichtblicke, leider viel zu wenige. Sind Vermieter, Hoteliers, Gastronomen jetzt wirklich bereit zu investieren? Haben Kommunen wie Marienberg die Kraft, lebendige Innenstädte zu schaffen? Wer hilft dabei? Es muss was geschehen, ansonsten profitiert möglicherw. nur Freiberg bei den Reisebüros aus Übersee. Der allgenwärtige Spruch „Wir sind Weltkulturerbe“ ist wenig hilfreich, sachlich falsch u. mit wenig Feingefühl ausgezeichnet gegenüber denen, die es vor Jahrhunderten erschaffen haben. Wir packen an, Jetzt geht’s los oder nur ein einfaches „Wir freuen uns“ sind passender. Darf man nur hoffen der Naumburger Pfarrer stellt sich nicht bald vor seine Kirche mit einem Schild: Ich bin Weltkulturerbe-grotesk pur. Anfangen u. weniger Sprüche, das wärs

09.07.2019 09:13 DeHoppn 8

Zu Kommentar 2 von " die kurze Seite der Sonnenallee"

genau so ein naiver Kommentar müsste wieder dabei sein. Schön, dass Sie dies erledigt haben, denn bestimmt haben Die garkeine Ahnung, wie schön es bei uns ist und was wir für herzliche Menschen sind. Ich freue mich für mein (H) Erzgebirge!

08.07.2019 17:25 Maxmoritz 7

Schön, dass beide Seiten des Erzgebirges diesen Titel bekommen haben, Danke an Herrn Babiš, für seinen persönlichen Einsatz! Ich hoffe es gibt bald wieder tschechische Sprachprogramme und Reiseführer über unseres Nachbarland in allen Regionen Deutschlands zu kaufen.

08.07.2019 14:27 Grünfink 6

Nun sind Weltoffenheit und Toleranz gefragt. Wie sieht es mit Englisch- ubd Tschechisch-Sprachkenntnissen aus oder wenigstens einer solchen Beschilderung? Worin besteht die aktive Zusammenarbeit zwischen Sachsen & Böhmen? Warum gibt es in diesem europäischen Grenzgebiet keine Produkte von nebenan? Warum macht "regional" im Süden an der Grenze halt, obwohl z.B. Leipzig weiter entfernt ist? So viele Fragen...

08.07.2019 13:31 andreas1058 5

Ein bemerkenswerter Titel dieses "Weltkulturerbe". Gratulation an die vielen Mütter und Väter, die ihren Traum ans Ziel gebracht haben.
Ich frage mich, wie geht es nun weiter im Erzgebirge?
Leben und Arbeiten im Erzgebirge war und ist beschwerlich und mühsam, weil wir schlicht eine "vernachlässigte Region" sind. Deshalb haben Viele, viel zu viele kluge junge Menschen in den letzten Jahrzehnten dem Erzgebirge den Rücken gekehrt und werden, trotz Welkulturerbe, kaum wieder in die Heimat ihrer Kindheit zurückkehren.
Diese Tatsache berücksichtigend, bedeutet für alle "Hiergeblieben" .......wir müssen, so wie unsere Vorfahren aus vergangenen Zeiten, vieles völlig neu denken und den Mut zu neuen Lösungen aufbringen. Der Erzgebirgler kann das. Glück Auf.

08.07.2019 09:55 Sylvia 4

Herzlichen Glückwunsch mei Arzgebirg. Natürlich auch dem Böhmisch - tschechischen Gebiet. Wir sind dort aufgewachsen, wir wussten schon immer das es dort schön ist, aber leider haben uns die alten Bundesländer immer nicht so richtig ernst genommen.
Danke an die Erzgebirgler die ihr Herz immer genau am rechten Fleck haben.

07.07.2019 22:44 na so was 3

Welterbetitel für das Erzgebirge hin oder her. Was will man den Touristen sagen, wenn die Fragen kommen, "warum stinkt das hier so nach Katzendreck ?" Oder denkt hier jemand, nur weil das Erzgebirge mit dem Welterbetitel dekoriert worden ist, stinkt es nicht mehr ? Warum werden die Anwohner, also die Betroffenen, nicht befragt, wie unangenehm das ist. Da kommen zu Beginn vielleicht einige Touristen, auch aus dem Ausland, nur die kommen nie wieder und berichten dann zu Hause über die hier herrschenden Zustände. Und dann kommt gar keiner mehr. Und die Bewohner der Region sagen, was solls, wir müssen unter uns bleiben oder wegziehen. Bitte jetzt nicht jemand schreiben, so schlimm ist es mit diesem Gestank doch gar nicht. Einmal vier Wochen hintereinander Urlaub in der Region machen, und seine gutgemeinten Ratschläge überdenken. 07.07.2019, 22:44

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