Wismut Standort unterhalb der Festung Königstein
Ein früherer Wismut-Standort unterhalb der Festung Königstein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

05.07.2019 | 10:38 Uhr Vereinbarung: Mehr Geld für Wismut-Sanierung

Wismut Standort unterhalb der Festung Königstein
Ein früherer Wismut-Standort unterhalb der Festung Königstein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für die Sanierung der sogenannten Wismut-Altstandorte gibt es auch über das Jahr 2022 hinaus Geld vom Freistaat Sachsen und der Bundesregierung. Das teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag um 10:30 Uhr von Staatssekretär Christian Hirte aus dem Bundeswirtschaftsministerium und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig in Bad Schlema unterzeichnet. Bund und Land hatten seit 2003 bereits 216 Millionen Euro bereitgestellt.

Weitere 15 Jahre notwendig

"Wir haben von diesen Mitteln 170 Millionen Euro verausgabt. Und wir wissen, dass wir bis zum Jahr 2022 mit den restlichen Mitteln tatsächlich nur die Hälfte aller sanierungswürdigen Bergbaualtlasten des frühen Uranbergbaus sichern, verwahren und sanieren können", sagte der Leiter des Altstandortes, Manfred Speer und fügt an: "Die Arbeiten müssen und sollten weitergehen. Und wir benötigen dazu nochmal 15 Jahre und 229 Millionen Euro." Wie die Verantwortlichen mitteilen, soll die Sanierung bis 2035 alles beendet sein.

Drittgrößter Uranproduzent der Welt

Die Wismut hatte in Sachsen Standorte in Aue/Bad Schlema, Crossen (Landkreis Zwickau) und Königstein/Freital (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge). Außerdem war das Unternehmen in Thüringen aktiv. Bis 1990 galt es als drittgrößter Uranproduzent der Welt. In mehr als vier Jahrzehnten wurden 231.000 Tonnen Uranerz gefördert - ohne Rücksicht auf Schäden in Natur und Landschaft.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.07.2019 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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