Luftbild einer bewaldeten Halde inmitten von Siedlungen.
Seit Einstellung des Uranbergbaus nach der Wende saniert die Wismut sogenannte Altlasten in Sachsen und Thüringen. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Wismut GmbH

16.10.2019 | 06:18 Uhr Wismut macht sich in Aue an Sanierung der Hakenkrümme

Luftbild einer bewaldeten Halde inmitten von Siedlungen.
Seit Einstellung des Uranbergbaus nach der Wende saniert die Wismut sogenannte Altlasten in Sachsen und Thüringen. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Wismut GmbH

Der bundeseigene Bergbausanierer Wismut hat mit der Sanierung eines der größten Altstandorte aus Zeiten des Uranbergbaus begonnen. Es handelt sich um die sogenannte Hakenkrümme in Aue. Am Dienstag erfolgte dort der symbolisch erste Spatenstich für die Arbeiten.

In dem Bereich wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg Uranerz gefördert und vor Ort aufbereitet. Dazu musste das Flussbett des Schwarzwassers verlegt werden, das dort in einer beinahe kreisrunden Schleife verlief. Auf dem Gelände lagern bis heute Schlacke, Bauschutt und radioaktiver Schlamm. Vor dem Uranbergbau war das Areal ein Ausflugsziel und Naherholungsgebiet mit Freibad.

Vom Staat im Staate zum Umweltsanierer

Die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut galt in der DDR als Staat im Staate. Der Uranbergbau unterlag strengster Geheimhaltung. Betriebsgelände und Schächte waren streng bewacht. Kritik, etwa an offensichtlicher Umweltzerstörung, war tabu. Dennoch waren Jobs bei der Wismut wegen überdurchschnittlicher Bezahlung begehrt.

Seit der Wende steckt die Wismut GmbH Millionen in die Beseitigung von Altlasten über und unter Tage.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.10.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2019, 06:21 Uhr

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