Karten mit "easy-wERZ" und ein Smartphone mit der Anteige der Download-Geschwindigkeit.
Mit "easy-wERZ" gibt es jetzt auch mitten im Wald WLAN. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Kostenloses WLAN im Erzgebirgskreis Die Greifensteine sind seit Freitag online

Gerade noch wurde über die vielen Funklöcher im Erzgebirge diskutiert, da geht der Landkreis in die Offensive. Das Erzgebirge wird zum Hotspot. Am Freitag erfolgte der Startschuss.

Karten mit "easy-wERZ" und ein Smartphone mit der Anteige der Download-Geschwindigkeit.
Mit "easy-wERZ" gibt es jetzt auch mitten im Wald WLAN. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Der Erzgebirgskreis hat am Freitag an den Greifensteinen bei Ehrenfriedersdorf das größte sächsische WLAN-Projekt an die Kommunen übergeben. Bisher sind 14 Hotspots an sieben Standorten installiert. Nach Abschluss des Ausbaus im März 2019 soll an 48 Hotspot-Standorten in 23 Kommunen im Erzgebirge kostenloses Surfen im Internet möglich sein. Dort können sich Gäste und Einheimische kostenfrei in das "easy-wERZ" - so der Name des WLAN-Netzes - einwählen. Von dem kostenfreien Angebot sollen vor allem Touristen profitieren.

Bereits errichtete Standorte der WLAN - Hotspots Aue: Altmarkt

Ehrenfriedersdorf: Berghaus, Greifenbachstauweiher/Campingpark, Rathaus, Marktplatz, Besucherbergwerk, Freibad

Großolbersdorf: Ortsverwaltung Hohndorf, Rathaus, Touristinformation

Lößnitz: Marktplatz, Bürgerhaus, Naturherberge

Thermalbad Wiesenbad: Kurpark/Kurparkhalle

Zschopau: Schloss Wildeck, Freibad Krumhermersdorf

Zwönitz: Jugendherberge Hormersdorf

Besonders glücklich ist man in Ehrenfriedersdorf. Dort werden nicht nur die Greifensteine mit kostenlosem WLAN versorgt. Auch an vier weiteren touristisch interessanten Plätzen sind Hotspots installiert worden. Bürgermeisterin Silke Franzl ist froh, dass damit einige weiße Flecken auf der Internet-Landkarte verschwunden sind. "Die Greifensteine waren internetmäßig von der Welt abgeschnitten. Es ist ein touristisches Gebiet mit einer sehr gut besuchten Freilichtbühne. Wir sind alle auf Informationen angewiesen. Die Gäste fordern das mittlerweile auch. Daher war das für uns ein großer Glücksfall."

Zwei Frauen und fünf Männer halten bei einem Fototermin im Schnee Karten mit "easy-wERZ" in die Kamera.
Berit Schiefer (Bürgermeisterin Thermalbad Wiesenbad), Sören Wittig (Kreisrat SPD), Marek Posner (Posner Communikationstechnik), Martin Flechsig (Geschäftsführer web + phone GmbH), Silke Franzel (Bürgermeisterin Ehrenfriedersdorf), Staatssekretärs Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales, und Holger Vorberg (Leiter des Sachgebietes Kreisplanung/Kreisentwicklung im Landratsamt Erzgebirgskreis). Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Der zuständige Staatssekretär im sächsischen Wirtschaftsministerium, Stefan Brangs, lobte die Schnelligkeit der Umsetzung des Projekts. "Im Juli habe ich den Bescheid übergeben und jetzt sind wir schon so weit, dass wir den Betrieb aufnehmen können. Das ist ein wesentlicher Beitrag für die Attraktivität des Erzgebirges." Ein gesamter Landkreis habe sich entschieden, ein interkommunales Projekt mit Städten und Gemeinden durchzuführen, um eine WLAN-Abdeckung hinzubekommen, so Brangs. Man habe dabei technisch alles herausgeholt, was bei der schwierigen Topographie möglich sei und ein technisch leistungsfähiges Netz hergestellt.

Das eine Millionen Euro teure Projekt wird zu 80 Prozent durch den Freistaat Sachsen gefördert. Die verbleibenden 20 Prozent der Kosten tragen die beteiligten Kommunen.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR Sachsen - Das Sachsenradio | 14.12.2018 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz
MDR Sachsenspiegel | 14.12.2018 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 20:11 Uhr

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1 Kommentar

15.12.2018 01:19 NN 1

Verstehe den Artikel nicht: dachte bisher die Lokalpolitik verfolge das Ziel für die Bevölkerung zu agieren. Ich lese:"Von dem kostenfreien Angebot sollen vor allem Touristen profitieren. " -- war denn das "Fehlen" bisher ein Hinderungsgrund für Touristen, die Gegend zu bereisen oder haben sich Touristen in Massen darüber pikiert? Klären Sie bitte auf!

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