Ein Stempel mit der Aufschrift ''Arbeitslos''.
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Jobmotor läuft Arbeitslosenquote in Sachsen sinkt im Mai auf Rekordtief

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Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist weiter rückläufig. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sind Ende Mai knapp 126.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind rund 4.600 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank erstmals auf 5,9 Prozent - der niedrigste Stand seit Erfassung der Statistik im Jahr 1991.

Zu den Gründen sagte Agenturchef Klaus-Peter Hansen: "Das ist auf den robusten sowie aufnahmefähigen Arbeitsmarkt zurückzuführen. Die Frühjahrsbelebung wirkt nach, das heißt die exportorientierte Wirtschaft zieht weiter an, der Bau floriert und die Binnennachfrage ist weiterhin hoch." Zudem seien Arbeitslose in Weiterbildungs- oder Beschäftigungsprojekten untergebracht worden.

Positive Entwicklung in ganz Sachsen

Nach Angaben der Landesarbeitsagentur konnten alle sächsischen Landkreise einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen verbuchen. Die geringsten Arbeitslosenquoten meldeten der Erzgebirgskreis mit 4,8 Prozent, der Landkreis Zwickau mit 4,9 Prozent und der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit 4,9 Prozent.

Dabei sank bei allen Personengruppen die Zahl der Arbeitslosen - bei den Jüngeren, Älteren, Langzeitarbeitslosen und auch den ausländischen Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote bei Ausländern liegt nun bei 19,2 Prozent.

Weiter hohe Personalnachfrage

Die gute Konjunkturlage spiegelt sich auch bei den Jobangeboten wider. Wie der Chef der Landesarbeitsagentur Klaus-Peter Hansen sagte, haben allein im Mai sächsische Betriebe reichlich 10.100 freie Stellen gemeldet. Damit stehen nunmehr in den Arbeitsagenturen und Jobcentern etwa 40.00 Jobs zur Vermittlung – fast 5.000 mehr als vor einem Jahr. Die meisten Stellen sind im Bereich Zeitarbeit zu besetzen sowie dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem Handel und der Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie dem Gastgewerbe.

Hansen warnte jedoch vor zu großer Euphorie:

Angebot und Nachfrage bei den Arbeitskräften passen immer weniger zusammen und die Vermittlungshemmnisse eines einzelnen Menschen werden häufig komplexer. Auch den Betrieben fällt es zunehmend schwerer, zeitnah Fachkräfte für ihre freien Stellen zu finden.

Übersicht zu den Arbeitslosenzahlen in Sachsen im Mai 2018.
Bildrechte: Bundesagentur für Arbeit/Regionaldirektion Sachsen

Zahl der Arbeitslosen bundesweit auf Rekordtief

In Deutschland insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai auf rund 2,3 Millionen gesunken. Das ist laut der Bundesagentur für Arbeit der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich zum April sind 68.000 Frauen und Männer weniger arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

Wer fehlt in der Statistik? In der Arbeitsmarktstatistik werden nicht alle Arbeitslosen berücksichtigt. Nicht ausgewiesen sind unter anderem:

- Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind
- Ein-Euro-Jobber
- geförderte Arbeitsverhältnisse
- Arbeitslose in Weiterbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen
- krankgeschriebene Arbeitslose

Quelle: MDR/mv

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 30.05.2018 | in den Nachrichten ab 10:00 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 30.05.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2018, 12:50 Uhr

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5 Kommentare

31.05.2018 19:08 Querdenker 5

@Mediator 3 - - - Es lassen sich genug Details über die Arbeitslosenzahlen nennen, um die Bürger seriös darüber zu informieren. So viel Zeit ist allemal vorhanden.

Wie lange dauert es wohl den oberen Abschnitt „Wer fehlt in der Statistik?“ im MDR Artikel vorzulesen?

31.05.2018 18:24 der_Silvio 4

@3 Schlaubischlumpfator; ""Der_Silvio(1)" versucht es trotzdem und glänzt mit seinem Allerweltswissen wer in der einen Hauptstistik erfasst ist und wer nicht."

Meinen Sie dies?:
"Wer fehlt in der Statistik?
In der Arbeitsmarktstatistik werden nicht alle Arbeitslosen berücksichtigt. Nicht ausgewiesen sind unter anderem:

- Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind
- Ein-Euro-Jobber
- geförderte Arbeitsverhältnisse
- Arbeitslose in Weiterbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen
- krankgeschriebene Arbeitslose"
Das finden Sie im Artikel vom MDR oben. Einfach den ganzen Artikel bis zum Schluß lesen.

31.05.2018 14:00 Mediator 3

Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordtief, der Staat findet nicht genügend Polizisten, Lehrer und Soldaten. Handwerker rollen mit Autos durch die Stadt, auf denen steht: "Kollege gesucht". Auch auf Festangestellte schlägt diese Situation durch, denn viele Kollegen wagen nun den Sprung in eine andere, interessantere oder evtl. besser bezahlte Position und die Lücke die sie hinterlassen kann mangels Bewerbern oft lange nicht geschlossen werden.
Eine richtig dumme Situation für alle Parteien, die uns gerne den drohenden Untergang prognostizieren. Wie will man da argumentieren, dass die wirtschaftliche Situation kathastrophal ist und wir dies angeblich unfähigen Regierungen zu verdanken haben.
"Der_Silvio(1)" versucht es trotzdem und glänzt mit seinem Allerweltswissen wer in der einen Hauptstistik erfasst ist und wer nicht. Am positiven Trend ändert dies trotzdem nichts.
@Querdenker(2): Wie lang ist ein Tagesschaubeitrag und wie viele Details lassen sich da wohl hineinquetschen?

31.05.2018 01:18 Querdenker 2

Zitat: „Wer fehlt in der Statistik?“

Der MDR ist wieder mal vorbildlich.

Bei der Tagesschau dagegen am 30.05.2018 um 20.00 Uhr (ab Minute 7.30) liefen wieder mal die „Propagandazahlen“. Am Ende kam dann zwar noch ein Satz, dass auf der Internetseite irgendwo stehen soll, wer unter arbeitslos fällt und wer nicht, aber viel Spaß bei der Suche und kein Vergleich zur medialen Reichweite der Tagesschau.

siehe "huffingtonpost Fast eine Milliarde Wofür Jobcenter das Geld ausgeben, das eigentlich Hartz-IV-Empfängern helfen soll“

Zitat ehemalige Vermittlerin: “Die Jobcenter müssten bereits zu Beginn des Jahres Schulungen und Kurse bei externen Anbietern einkaufen. Dabei handelt es sich oft um Maßnahmen, die nur der Beschönigung der Statistiken dienen”

31.05.2018 00:34 der_Silvio 1

"Wer fehlt in der Statistik?
In der Arbeitsmarktstatistik werden nicht alle Arbeitslosen berücksichtigt. Nicht ausgewiesen sind unter anderem:

- Arbeitslose, die älter als 58 Jahre sind
- Ein-Euro-Jobber
- geförderte Arbeitsverhältnisse
- Arbeitslose in Weiterbildungs- und Eingliederungsmaßnahmen
- krankgeschriebene Arbeitslose"
(Quelle: MDR Artikel siehe oben)

Die ganze "Statistik" ist nichts als schönfäberei!