02.03.2020 | 20:15 Uhr Winter ohne Schnee? Was das fürs Erzgebirge bedeutet

Ein warmer Winter, wenig Schnee. Wintersportfans fragen sich angesichts dessen, ob man in Sachsen in den kommenden Jahren überhaupt noch Wintersport betreiben kann. Der MDR hat analysiert, wie der Winter in den vergangenen 50 Jahren aussah und welche Zukunft der Wintersport hat.

Gebäude in Winterlandschaft
Bildrechte: MDR/Claudia Hinz

Das Erzgebirge gehört einer Studie der "Stiftung Sicherheit im Skisport" und der "Deutschen Sporthochschule Köln" zu den zehn beliebtesten Wintersportorten in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden seit 1970 im Durchschnitt auf dem sächsischen Fichtelberg und im Kurort Oberwiesenthal 95 Tage in der Wintersaison gezählt, an denen es eine Schneedecke von mindestens 30 Zentimetern gab. Diese Menge ist nötig, um alpinen Skisport zu betreiben. Damit ist das Erzgebirge die Region mit der höchsten Schneesicherheit in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Thüringer Wald und im Harz wurden durchschnittlich nur 41 bzw. 36 Tage gezählt.

Klimaforscher gehen davon aus, dass die Zahl der schneesicheren Tage in den drei Mittelgebirgsskiregionen sinken wird. Wie aus einer wissenschaftlichen Arbeit von Experten von 14 europäischen Wetter- und Klimaforschungseinrichtungen hervorgeht, wird in den nächsten 30 Jahren eine dauerhafte Schneedecke in Schneesportgebieten unterhalb von 1.500 Metern zunehmend zum Ausnahmefall. Der Fichtelberg im Erzgebirge ist 1.213 Meter hoch, der Klínovec im benachbarten Tschechien 1.244 Meter. Oberwiesenthal liegt auf 850 Metern Höhe.

Die Ergebnisse des MDR-Datenprojekts in der Übersicht:

Dieses Thema im Programm im MDR MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 02. März 2020 | 19:00 Uhr

Mehr aus Brand Erbisdorf und Marienberg

Mehr aus Sachsen