Zahlreiche Schaulustige scharen sich um den Riesenschneemann von Carlsfeld.
Den will zurzeit jeder sehen: Der Riesenschneemann von Carlsfeld wird von Besuchern umlagert. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Koloss begeistert Touristen Tausende pilgern zu Carlsfelder Riesenschneemann

Eigentlich war es nur eine verrückte Idee bei einer Geburtstagsfeier. Doch weil viele begeistert waren und mitzogen, hat der kleine Erzgebirgsort Carlsfeld nun eine Attraktion, die deutschlandweit seinesgleichen sucht: Einen turmhohen Riesenschneemann. Und der sorgt nicht nur in der Region für Aufsehen.

Zahlreiche Schaulustige scharen sich um den Riesenschneemann von Carlsfeld.
Den will zurzeit jeder sehen: Der Riesenschneemann von Carlsfeld wird von Besuchern umlagert. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Mit dem Bau eines Riesenschneemanns hat Carlsfeld einen Volltreffer gelandet. Die Resonanz ist bombastisch – der Erzgebirgsort wird seit anderthalb Wochen buchstäblich von Besuchern aus Nah und Fern überrannt. Dabei war der Koloss ursprünglich nur als Werbe-Gag für den Skifasching am 25. Februar gedacht. Nun ist es das neue Aushängeschild.

Tourismus brummt

Wie Ingo Sommer als einer der "Schneemann-Väter" berichtet, waren allein am vergangenen Wochenende um die 6.000 Leute nach Carlsfeld gekommen, um "Sapparino, den Erschten" zu bestaunen. Immerhin ist er mit 15,5 Metern der vermutlich größte Schneemann Deutschlands.

Auf einem aus Schnee gefertigten Tresen verkauft eine Frau Rostbratwürste.
Dank des Schneemanns brummt der Tourismus in Carlsfeld. Mittlerweile gibt es sogar eine kleine Gastronomie vor Ort. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Der frostige Gigant kurbelt mittlerweile auch den Tourismus an. Am Skilift herrsche Hochbetrieb, berichtet Sommer. Auch Bäcker, Fleischer und Gaststätten seien stark frequentiert. "Man kann sagen, das ganze Ortsbild hat sich extrem verändert. Die Leute haben Carlsfeld besichtigt, waren wandern und Skifahren." Mittlerweile hat sich schon eine kleine Gastronomie rund um den Schneemann angesiedelt. Von einem Schneetisch aus werden Roster verkauft.

Refinanzierung über Spenden

Um den Riesenschneemann zu bauen, waren teilweise bis zu 20 Mann täglich im Einsatz. Elf Tage hat es gedauert. Insgesamt 650 Arbeitsstunden waren nötig, um aus 15 Tonnen Schnee eine lustige Figur zu errichten.

Von dem Riesenschneemann von Carlsfeld steht Ingo Sommer.
Ingo Sommer hat den Schneemann-Bau mitangeschoben und freut sich über die Resonanz. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Die Kosten mag Mitinitiator Ingo Sommer nicht nennen. "Wir sind aber mittlerweile dank vieler Spenden auf dem Stand, dass wir ohne Gewinn und Verlust rauskommen."

Für das kommende Jahr haben die Schneemann-Bastler schon neue Ideen. Um diese finanzieren zu können, soll über den Skifasching kommende Woche das nötige Geld zusammenkommen.

Schneemann zeigt schon Sonnenbräune

Den Carlsfeldern ist bewusst, dass die Lebenszeit ihres "Sapparinos" begrenzt ist. Dennoch geht Ingo Sommer davon aus, dass er noch einige Zeit, wenn nicht sogar Wochen überleben dürfte.

An der Rückseite des 15 Meter hohen Riesenschneemanns von Carlsfeld ist schon etwas Schnee geschmolzen.
Die Sonne schleckt schon am Schneemann. Zum Glück ist nur die Rückseite betroffen. Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

"Aufgrund der warmen Temperaturen und der Sonne sieht er an einigen Stellen schon etwas braun aus. Aber er ist noch ziemlich frisch. Zum Maibaumstellen wird sicher noch ein Rest stehen," ist Sommer überzeugt.

Zum Skifasching können Besucher einen Tipp abgegeben, bis wann der Schneemann durchhält.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Fernsehen und Radio: MDR 1 RADIO SACHSEN | 15.02.2017 | 17:50 Uhr

MDR SACHSENSPIEGEL | 15.02.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2017, 20:14 Uhr

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