Sachsenburg
Die alte Spinnerei in Sachsenburg diente von 1933 bis 1937 als Konzentrationslager und beherbergte bis zu 2.000 Häftlinge. Bildrechte: MDR/Ben Arnold

Ablehnung Fördermittelbescheid Rückschlag für geplante Gedenkstätte KZ Sachsenburg

Die Stadt Frankenberg bemüht sich um die Einrichtung einer KZ-Gedenkstätte in Sachsenburg. Dabei musste sie jetzt einen Rückschlag einstecken. Der Bund lehnte den Antrag auf Fördermittel ab.

Sachsenburg
Die alte Spinnerei in Sachsenburg diente von 1933 bis 1937 als Konzentrationslager und beherbergte bis zu 2.000 Häftlinge. Bildrechte: MDR/Ben Arnold

Die Einrichtung der KZ-Gedenkstätte Sachsenburg hat einen herben Rückschlag erlitten. Wie die Stadt Frankenberg mitteilte, ist der Antrag auf Mitfinanzierung von der Expertenkommission bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien abgelehnt worden. Die Begründung: Es fehle ein tragfähiges Konzept zum dauerhaften Betrieb der Gedenkstätte. Ein weiterer Kritikpunkt war der geplante bauliche Umgang im Gesamtgebäudekomplex.

Thomas Firmenich, Bürgermeister der Stadt Frankenberg, bedauerte die Entscheidung der Expertenkommission. "Wir halten aber an der Erichtung der Gedenkstätte weiter fest und werden nun den Antrag überarbeiten und erneut einreichen", sagte er im Gespräch mit MDR SACHSEN.

Laut Plan der Stadt Frankenberg soll Kern der Gedenkstätte das ehemalige Zellenhaus werden, in dem noch vier Zellen erhalten sind. Dort sollen rund 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche entstehen.

Das KZ Sachsenburg war eines der ersten Konzentrationslager und war von 1933 bis 1937 in Betrieb. Bis zu 2.000 Häftlinge waren hier untergebracht.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.02.2019 | 11:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 13:20 Uhr

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