21.01.2020 | 18:39 Uhr Ausgezeichnet! Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna erhält UN-Preis

Der Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna gehört zu den kleineren Tierparks der Region. Hier setzt man bewusst auf Qualität statt auf Quantität. Und das ist so gut gelungen, dass der Förderverein einen UN-Preis erhält.

Klaus Eulenberger hält einen bunt bemalten Holzbaum mit der Aufschrift «leben. natur. vielfalt»
Klaus Eulenberger freut sich über den Preis für den Förderverein. Bildrechte: MDR/Sven Gleisberg

Die Tierparkschule des Amerika-Tierparks Limbach-Oberfrohna ist weltklasse. Und das hat sie jetzt schwarz auf weiß. Im Rahmen der UN-Dekade für Biologische Vielfalt erhält die Schule von den Vereinten Nationen eine Auszeichnung im Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle". Sehr zur Freude vom Vorsitzenden des Fördervereins, Klaus Eulenberger: "Den Preis vergeben die Vereinten Nationen für die Unterstützung der Biodiversität. Das heißt auch, dass es um das Näherbringen der Natur an unsere Bevölkerung geht." Und das habe der UN-Dekade offensichtlich besonders gut gefallen.

Eine älteres Paar hält eine Plane mit der Aufschrift "UN-Dekade Biologische Vielfalt - Ausgezeichnetes Projekt".
Nun darf sich der Tierpark mit dem Titel "UN-Dekade Biologische Vielfalt - Ausgezeichnetes Projekt" schmücken. Bildrechte: MDR/Sven Gleisberg

Tierparkschule auch gut für die Erwachsenen

Die Tierparkschule wurde 2011 vom Förderverein gebaut und an die Stadt Limbach-Oberfrohna übergeben. Für die Ausbildung der Kinder sind die ehrenamtlichen Mitglieder zuständig. Zum Unterricht kommen Schulklassen aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern, von Rochlitz, über Meerane bis zum Kreis Altenburg.

Unser gesamter Tierpark dient dazu, die naturkundliche Bildung der Kinder zu verbessern. Sie können das dann an ihre Eltern weitergeben. Wir wollen damit eine Art Multiplikationseffekt erzielen. Gleichzeitig geht es um sinnvolle Beschäftigung der Kinder in unserer Ganztagsschule, in Feriencamps und bei der Ausbildung von Tierpark-Schülerlotsen.

Professor Klaus Eulenberger Vorsitzender des Fördervereins des Amerika-Tierparks in Limbach-Oberfrohna

In der Tierparkschule werden Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse als Tierpark-Schülerlotsen ausgebildet. Nach absolvierter Prüfung können sie selbstständig Besuchergruppen durch den Tierpark führen. Das sind vor allem Gleichaltrige, doch wer es sich zutraut, kann sein Wissen auch an Erwachsene weitergeben.

Eine Tierpflegerin füttert Alpakas aus einer Schüssel.
Der Amerika-Tierpark zeigt fast ausschließlich Tiere, die zwischen Feuerland und Alaska zu Hause sind. Bildrechte: MDR/Sven Gleisberg

Zur Preisübergabe kommt auch der amtierende Leipziger Zootierarzt

Am Mittwoch wird der UN-Preis in der Limbach-Oberfrohnaer Parkschänke offiziell übergeben. Dann kommt es auch zu einem ganz speziellen Zusammentreffen. Klaus Eulenberger, der früher im Leipziger Zoo Cheftierarzt war, trifft auf den amtierenden Veterinär aus der Messestadt, Andreas Bernhard.

UN-Dekade für biologische Vielfalt Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Die Staatengemeinschaft hat damit die Weltöffentlichkeit aufgerufen, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Dazu sind in Deutschland zwei Wettbewerbe ausgerufen worden: "Biologische Vielfalt" und der Sonderwettbewerb "Soziale Natur - Natur für alle". Für diese beiden Wettbewerbe können sich Projekte bewerben, die sich für die Themen der UN-Dekade engagieren. Besonders vorbildliche Projekte werden von der UN-Dekade ausgezeichnet. leben.natur.vielfalt | die UN-Dekade

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.01.2020 | 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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