02.12.2019 | 16:02 Uhr Chemnitz: Anklage nach Attacken auf Mann im Rollstuhl

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat Anklage gegen einen 22-Jährigen wegen eines Übergriffs auf einen Mann im Rollstuhl erhoben. Der nun Angeklagte soll den Rollstuhlfahrer am 14. September auf einer Straße in Chemnitz unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, wie Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Anschließend soll der 22-Jährige das aus dem Rollstuhl gefallene aus Libyen stammende Opfer getreten und nochmals geschlagen haben.

Mehrere Attacken in Folge gegen den Rollstuhlfahrer

Obwohl mehrere Zeugen den mutmaßlichen Täter stoppen wollten und den Libyer wieder in den Rollstuhl setzten, soll der Angreifer sein Opfer erneut mehrfach mit dem Rollstuhl umgestoßen und den Rollstuhl jeweils einige Meter weggeworfen haben. Weiterhin warf er eine Bierflasche gegen den Rollstuhl, so dass diese zersplitterte.

Zudem entwendete der Angeschuldigte demnach aus einer am Rollstuhl hängenden Tasche unter anderem eine Bluetoothbox. Aufgrund von Zeugenaussagen und der Tatausführung sei von einer "verfestigten ausländer- und behindertenfeindlichen Grundeinstellung" des 22-jährigen Chemnitzers auszugehen, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Der Mann soll sich nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahls vor dem Amtsgericht Chemnitz verantworten. Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht genannt.

Quelle: MDR/lam/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.12.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2019, 16:09 Uhr

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