Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
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Gedenken an Rechtsextremen Ticker: Polizei sichert mit Großaufgebot Trauerfeier für Thomas Haller ab

In Chemnitz ist am Montag Thomas Haller beerdigt worden. Zu der Beisetzung kamen zahlreiche Sympathisanten des verstorbenen Hooligans, es war aber keine Demos angemeldet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort.

Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
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18:00 Uhr | Ticker-Ende

Im folgenden Artikel haben wir die Ereignisse des Tages zusammenfasst:

16:15 Uhr | Bilder aus Chemnitz

Bildergalerie Hunderte Rechtsextreme bei Trauerfeier in Chemnitz

Ein Großaufgebot der Polizei hat die Beerdigung eines überregional bekannten Hooligans und Rechtsextremen in Chemnitz begleitet. Etwa 1.000 Teilnehmer, darunter viele Hooligans, waren angereist.

Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
Ein Großaufgebot der Polizei hat die Beerdigung eines überregional bekannten Hooligans und Rechtsextremen in Chemnitz begleitet. Es handele sich um eine "Maßnahme zur Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit", sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Bildrechte: dpa
Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
Ein Großaufgebot der Polizei hat die Beerdigung eines überregional bekannten Hooligans und Rechtsextremen in Chemnitz begleitet. Es handele sich um eine "Maßnahme zur Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit", sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Bildrechte: dpa
Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
Nach ersten Schätzungen ihrer Behörde reisten mehrere Hundert Sympathisanten zu der Beisetzung an. Bildrechte: dpa
Beisetzung Thomas Haller
Etwa 550 Personen versammelten sich zunächst auf dem Parkplatz eines Einkaufscenters in der Annaberger Straße. Bildrechte: Dirk Knofe
Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
Vom Alt-Chemnitz-Center startete der Trauerzug am Mittag und zog zu dem nahe gelegenen Friedhof der evangelisch-lutherischen St. Michaelisgemeinde. Bildrechte: dpa
Teilnehmer eines Trauerzugs sehen zum Leichenwagen mit Sarg auf dem Weg zur Beerdigung von Thomas Haller.
Der Leichenwagen auf dem Weg zum Michaelis-Friedhof. Bildrechte: dpa
Teilnehmer eines Trauerzugs gehen zum Friedhof, um an der Beerdigung von Thomas Haller, dabei zu sein.
Teilnehmer der Trauerfeier. Bildrechte: dpa
Blumengesteck zur Beerdigung von Thomas Haller.
An den Trauerkränzen waren Logos verschiedener Vereine angebracht. Der CFC hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Bildrechte: dpa
Beisetzung Thomas Haller
Wie der CFC mitteilte, sei das Emblem des Vereins missbraucht worden. Bildrechte: Dirk Knofe
Beisetzung Thomas Haller
Auch Anhänger anderer Fußballclubs kamen zur Beerdigung und brachten Kränze mit. Darunter Fans des 1. FC Magdeburg, BFC Dynamo ... Bildrechte: Dirk Knofe
Beisetzung Thomas Haller
... sowie Anhänger von Dynamo Dresden. Bildrechte: Dirk Knofe
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15:55 Uhr | CFC erstattet Anzeige wegen Emblemmissbrauch

Bei der Beerdigung ist ein Kranz mit himmelblauer Schleife und dem Logo des Chemnitzer FC aufgetaucht. Der Verein stellte eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Emblemmissbrauch.

14:45 Uhr | Polizei stoppt Auto mit Bengalo

Vor dem Friedhof hat die Polizei ein Auto gestoppt, aus dem ein rotes Bengalo gehalten wurde. Das berichten MDR-Reporter und Twitter-Nutzer. Sonst gab es noch keine weiteren Störungen. Noch immer verlassen Menschen das Friedhofsgelände.

14:30 Uhr | Erste Personen verlassen den Friedhof

Nach Angaben unserer Reporter verlassen inzwischen die ersten wieder den Friedhof. Sie entfernen sich grüppchenweise vom Gelände.

14:20 Uhr | OB Barbara Ludwig äußert sich nach Urlaub erstmals zu Vorfällen

"Ich fordere die umfängliche Aufklärung der Umstände, die zu dieser Trauerzeremonie im Stadion geführt haben. Dies war eine bewusst angelegte Grenzüberschreitung der Organisatoren mit der öffentlichen Ehrung eines über Jahrzehnte bekannten Rechtsextremisten", erklärte die Chemnitzer Oberbürgermesisterin Barbara Ludwig im Interview mit MDR SACHSEN.

Chemnitzer Oberbürgermeisterin gibt ein Interview vor Medienvertretern
Bildrechte: MDR/Sven Böttger

Das viele hundert Menschen von überall her zu dieser Trauerfeier angereist sind, stimmt mich nachdenklich. Ich hoffe, es bleibt friedlich und vertraue auf die Polizei.

Barbara Ludwig Oberbürgermeisterin von Chemnitz

14:10 Uhr | Polizei schützt Medienvertreter

13:55 Uhr | Polizisten aus fünf Bundesländern im Einsatz

Bei dem Einsatz werden die Beamten aus Sachsen von Polizisten aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Bundespolizei unterstützt. Nach Angaben von szenekundigen Beamten sind zudem Hooligans aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland nach Chemnitz gereist.

13:50 Uhr | Trauerzug wartet noch vor Friedhofsgelände

13:40 Uhr | Leichenwagen erreicht Friedhof

Auf dem Friedhof der Michaeliskirche ist nun der Leichenwagen in Begleitung weiterer Trauergäste eingetroffen. Anschließend setzte sich auch der Trauerzug wieder in Bewegung. Dabei wurden anwesende Pressevertreter lautstark beschimpft.

13:35 Uhr | Polizei steht mit Wasserwerfern bereit

Zwei Wasserwerfer stehen auf einem Platz
Die Polizei hat in Chemnitz zwei Wasserwerfer und einen Räumpanzer bereitgestellt. Bildrechte: Harry Härtel

13:25 Uhr | Sportgericht fällt Entscheidung zu Stürmer Daniel Frahn

13:20 Uhr | Polizeiaufgebot wird aufgestockt

Nach Reporterangaben ist das Polizeiaufgebot mit etwa 40 zusätzlichen Kräften verstärkt worden. Die Beamten trugen neben der normalen Ausrüstung Helme. Zudem ist die Straße vor dem Friedhof inzwischen komplett gesperrt.

13:15 Uhr | Polizei: Gefährdungslage schwer einschätzbar

13:05 Uhr | Sprecher von "Chemnitz nazifrei": Stadt hat gefestigte Nazi-Strukturen

Der Linken-Politiker und Sprecher von "Chemnitz nazifrei", Tim Detzner, hat vor der heutigen Beerdigung des rechtsextremen Thomas Haller von Polizei und Staat eine klarere Haltung gegenüber rechten Kräften in Chemnitz gefordert. Im Gespräch mit MDR SACHSEN erklärte er, dass es in der Stadt seit Jahren gefestigte Nazi-Strukturen gebe. Er bezeichnete Chemnitz als "ruhiges Hinterland für militante Neonazis, was auch die bundes- und europaweite Bekanntheit und Verankerung von Thomas H. zeigt".

12:50 Uhr | Polizei sperrt Annaberger Straße

Auf dem Weg zum Friedhof der Michaeliskirche hat die Polizei nun doch die Straße abgesperrt. Nach Reporterangaben wurde die Annaberger Straße mit Polizeiautos abgeriegelt. Der Verkehr wird an dem Trauerzug vorbeigeleitet.

12:40 Uhr | Polizei-Eskorte über Fußweg

Zug vom ACC zum Friedhof
Der Weg vom ACC zur Michaeliskirche ist rund anderthalb Kilometer lang. Bildrechte: MDR

Für den Trauerzug vom Alt-Chemnitz-Center zum Michaelis-Friedhof soll die Straße nicht gesperrt werden. Die Polizei will den Zug auf dem Fußweg eskortieren.

12:15 Uhr | Hooligans versammeln sich am Alt-Chemnitz-Center

Am Alt-Chemnitz-Center haben sich die ersten Hooligans versammelt. Mehrere hundert Menschen haben sich nach Reporterangaben versammelt. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit mehreren hundert Beamten vor Ort.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 18.03.2019 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 18. März 2019, 18:00 Uhr

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58 Kommentare

20.03.2019 19:41 Mikro 58

Zum Glück ist ja alles ruhig geblieben.Hochachtung vor der Polizei die ja auch schon in Berlin mit 1000 Beamten im Einsatz waren als so ein Clan-Mitglied beerdigt wurde.Dann hat man glaub ich sogar ein paar Haftbefehle vollstreckt und Waffen und Drogen gefunden.

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20.03.2019 16:58 Rolf R 57

Es kann doch nicht sein, dass der politische Diskurs in Deutschland, der durch mittlerweile viele Aktionen/Vorfälle innerhalb aber auch außerhalb des Sports und auch durch Aussagen rechtspopulistischer Politiker derart weit nach rechts gerutscht ist, als annehmbar gehandelt wird. Es ist ein Skandal, dass Personen, die menschenverachtende Ideologien predigen, gegen Gläubige jeder fasson, homosexuelle und Minderheiten hetzen weiter behaupten dies wäre die Grundlage einer Diskussion für alle Zwecke. Das ist keine Meinung, Rassismus ist ein Verbrechen! Und wenn wir Rassisten in Stadien mit Trauerbekundungen und Kondolenz entgegenkommen, dann wird dieses Verbrechen akzeptieren. Pegida, Rassisten, AfD sind nach wie vor Eandriguren, die Minorität. Leider schreit der Dümmste immer am lautesten seine als Meinung getarnte Rassenideologie heraus. Weg mit den Faschisten! Her mit der Menschlichkeit!

20.03.2019 12:25 Fakt 56

>>kleiner Uwe, #55:
"Ich bin mir sicher, die meisten der 1000 Polizisten waren ebenfalls Trauergäste, und hätten sich lieber den Trauermarsch angeschlossen"<<
--------
Sie unterstellen den anwesenden Polizeibeamten also, dass die dem rechten bis rechtsextremen Spektrum angehören? Ganz schön gewagt.

20.03.2019 11:29 kleiner Uwe 55

Ich bin mir sicher, die meisten der 1000 Polizisten waren ebenfalls Trauergäste, und hätten sich lieber den Trauermarsch angeschlossen, anstatt die Trauergäste vor links-radikalen Deutschlandhassern zu schützen.

19.03.2019 21:04 DER Beobachter 54

Nochmal zusammengefasst: Die Trauerfeier für Thomas H. erfordert den Einsatz von 1000 Polizisten aus 5 Bundesländern auf Tuchfühlung und den Schutz der Synagoge und der im Sommer infolge der sogenannten Trauerkundgebungen für Daniel H. attackierten Restaurants.

19.03.2019 20:53 KeineMachtDenNazis 53

Ein Hoch auf die Polizei - der Wahnsinn, dass ein solches Aufgebot notwendig, aber bei der Kriminellendichte ist das wohl nötig. Und wir der deutsche Steuerzahler müssen zahlen, dass diese Typen so viel Polizei sehen, dass sie sich einigermaßen im Griff haben und nicht anfangen zu randalieren und Menschen zu schlagen.

Und wenn ich hier im Forum lese, dass links eine kranke Ideologie ist und rechts vom Grundgesetz gedeckt ist, dann sage ich links und rechts sind vom Grundgesetz gedeckt, aber nicht rechtsradikale Gewalttäter sind vom Grundgesetz gedeckt, sondern eine Krankheit.

Fussball in Chemnitz wird erst wieder zur Freude, wenn diese ganzen Schläger Stationverbot haben und da einfach nur normale Familien sitzen. Hools gehören einfahc nicht zum Fußball. sie sorgen nur für eine aggresive Miststimmung. Es gibt nichts worauf sie stolz sein können.

19.03.2019 19:39 DER Beobachter @ Dieter Krauße & Seelsorger 52

Nur damit ich Sie richtig verstehe - Dieter Krauße: Welche Argumente hier sind für Sie ein Indiz dafür, dass das Forum "immer mehr zu einem Tummelplatz ganz weit links stehender Personen" ausarte ? Seelsorger: Warum setzen Sie bei dem Polizeiskandal in Hessen "rechts" in Anführungszeichen, wenn die ermittelnden Beamten den Chat mit den eindeutigen NS-Anspielungen der Betroffenen aufgedeckt haben?

19.03.2019 17:52 Dieter Krauße 51

Dieses Forum artet immer mehr zu einem Tummelplatz ganz weit links stehender Personen aus. Diese Leute erklären alle diejenigen zum Feind die nicht ihrer kranken Ideologie folgen. Denen ist vollkommen egal das rechts eine politische Strömung ist die auch vom Grundgesetz gedeckt ist. Hier werden alle niedergemacht die nicht deren Meinung sind. Unabhängig davon finde ich es bedenklich wie die Verantwortlichen vom CFC mit diesem Problem umgehen. Dass der Insolvenzverwalter nicht zu der Sendung fakt ist erschienen ist wirft ein bezeichnetes Bild darauf. Ich kann nur hoffen dass sich die Vernunft durchsetzt und Fußball auch in Chemnitz wieder das wird was er sein soll: nämlich Spaß an der Freude.

19.03.2019 17:00 Fakt 50

>>Seelsorger, #47:
"Seltsam, das immer wieder nur bei Chemnitz die "Skandale" so ausgeschlachtet werden. Was ist mit Hessen ("rechter" Polizeiskandal), G20 Randale in Hamburg,"<<
--------
Auch das wird "ausgeschlachtet". Sie müssen nur auf den Seiten der jeweils zuständigen Landesprogramme nachsehen. Für Hamburg wäre es zum Beispiel der NDR. Dort ging es beim G20-Gipfel über viele Seiten. Dafür findet man dort nichts bis wenig zu Ereignissen im Osten.
Dafür gibt es bei der ARD eben länderspezifische Programme.

19.03.2019 15:55 Dr. Kurt Fischer 49

@Chemnitzer Fan 29
Du bist eben KEIN Demokrat, denn sonst würdest Du klar Stellung beziehen! Aber lieber abducken, bevor man noch aneckt! Genau das ist das Problem in Chemnitz. Da wird drumrum gelabert anstatt sich zu positionieren, nur um keine Probleme zu bekommen!
Ein Demokrat wärst Du, wenn Du diesen Müll, der da im Stadion abgelaufen ist, anprangern würdest! Machst Du aber nicht, also bist Du Mittäter. Aber Hauptsache Du hast Spaß!!! Erbärmlich!

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