Ein Angeklagter wird in Handschellen in den Verhandlungssaal geführt.
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11.10.2019 | 14:28 Uhr Bei der Geldübergabe klickten die Handschellen

Ein Angeklagter wird in Handschellen in den Verhandlungssaal geführt.
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Die Chemnitzer Polizei hat gemeinsam mit Kollegen in Frankfurt am Main zwei mutmaßliche Betrüger bei einer geplanten Geldübergabe festgenommen. Die beiden 38 und 54 Jahre alten Männer sollen auch international aktiv gewesen sein, teilte die Polizei am Freitag mit. Beide Männer sitzen derzeit in Chemnitz im Gefängnis wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug - gegen sie wurde Haftbefehl erlassen.

Parallelen zur sogenannten Nigeria-Connection

Die beiden Männer sollen versucht haben, einen Chemnitzer Immobilienverkäufer um eine hohe Geldsumme zu betrügen. Dieser hatte Anfang September eine dubiose Mail eines angeblichen US-Soldaten erhalten, der vorgab, einen Millionenbetrag in Immobilien investieren zu wollen. Um das Geld auszulösen, müsse der Immobilienverkäufer lediglich eine vierstellige Summe übergeben.

Der Chemnitzer verständigte umgehend die Staatsanwaltschaft, der die Masche bereits bekannt war. Auch das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet. Am vergangenen Wochenende wurde ein Treffen mit dem angeblichen US-Soldaten in Frankfurt am Main vereinbart. Am Übergabeort tauchten die beiden Männer auf, die sich als Übersetzer und Diplomat ausgaben. Die Polizei ließ die Falle zuschnappen und nahm den 38-jährigen Deutschen sowie den aus Belgien stammenden 54-Jährigen fest. Gegen sie und weitere Hintermänner wird ermittelt. Das Vorgehen weist laut Polizei Parallelen zur sogenannten Nigeria-Connection auf. Bei der Betrugsmasche werden per Mail gegen eine Auslöse große Summen in Aussicht gestellt.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.10.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2019, 14:28 Uhr

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