Hinter einem Absperrband patrolliert ein Polizist
Das Gebiet um den Moritzhof ist weiträumig abgesperrt Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Chemnitz Entwarnung nach Bombendrohung gegen das Jugendamt

Nach einer Bombendrohung in Chemnitz hat die Polizei Entwarnung gegeben. Wie ein Sprecher in der Nacht zu Donnerstag mitteilte, wurde das betroffene Gebäude in der Innenstadt durchsucht. Dabei seien keine gefährlichen Gegenstände gefunden worden. Aus Sicherheitsgründen hatte die Polizei zuvor auch eine Kindertagesstätte evakuiert und mehrere Straßen gesperrt. Dabei kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Chemnitz.

Hinter einem Absperrband patrolliert ein Polizist
Das Gebiet um den Moritzhof ist weiträumig abgesperrt Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Im Chemnitzer Stadtzentrum hatte am Mittwochnachmittag eine Bombendrohung für Aufregung gesorgt. Im Führungs- und Lagezentrum der Polizei war zuvor der Anruf eines Unbekannten eingegangen, bei dem eine Drohung gegen das Jugendamt im Moritzhof ausgesprochen wurde.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Sie ließ alle Büros und Geschäfte in dem Gebäudekomplex räumen, ebenso eine angrenzende Kindertagesstätte. Umliegende Straßen wurden abgesperrt. Betroffen waren die Annaberger Straße, die Moritzstraße und die Bahnhofsstraße. Dadurch kam es zu Behinderungen im Feierabendverkehr.

Ein Stau vor einer Kreuzung, die durch Polizeifahrzeuge gesperrt ist
Durch die Straßensperrung kam es zu langen Staus in der Chemnitzer Innenstadt. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Um den Bereich der Zentralhaltestelle war das Gebiet auch am späten Abend weiträumig abgesperrt. An den Kreuzungen zur Zschopauer Straße und zur Augustusburger Straße kam es am Nachmittag zu Staus. Der Nahverkehr funktionierte in der Innenstadt sehr eingeschränkt. Nur wenige Busse erreichten die Zentralhaltestelle. Der Straßenbahnverkehr kam dort zum Erliegen. Die Fahrgäste wurden aufgefordert, Haltestellen außerhalb der Innenstadt zu benutzen. Zahlreiche Mitarbeiter der Nahverkehrsbetriebe waren im Einsatz, um die Fahrgäste zu beraten.

Ein Hinweisschild an einer Straßenbahnhaltestelle: "Polizeil. Sperrung der Bahnhofstraße. Hst. wird nicht bedient!"
An der Chemnitzer Zentralhaltestelle fuhren keine Busse und Bahnen. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Ab dem Abend durchkämmten Spezialeinsatzkräfte mit Sprenstoffspürhunden das gesamte Büro- und Geschäftsgebäude auf der Suche nach einer möglichen Bombe. Wegen der Größe des Gebäudekomplexes zog sich die Aktion über Stunden hin, bis Entwarnung gegeben werde konnte. Der Polizeieinsatz wurde gegen 1 Uhr beendet.

In Chemnitz hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Bombendrohungen gegeben. Ein Täter wurde gefasst und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.10.2018 | ab 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2018, 07:25 Uhr

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