Bunte Herrenunterwäsche an einem Kleiderständer
Die Produktion dieser bunten Herrenunterwäsche und Bademode wird zum Ende des Jahres eingestellt. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Bruno Banani stellt Unterwäscheproduktion ein Schluss mit bunten Unterhosen aus Chemnitz

Bruno Banani stellt zum Jahresende die Produktion von Herrenunterwäsche und Bademode in Chemnitz ein. Grund dafür ist der seit Jahren rückläufige Absatz der farbenfrohen Kollektion.

Bunte Herrenunterwäsche an einem Kleiderständer
Die Produktion dieser bunten Herrenunterwäsche und Bademode wird zum Ende des Jahres eingestellt. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Letztes Jahr feierte die Kultmarke Bruno Banani aus Chemnitz ihr 25-jähriges Bestehen und schaute optimistisch in die Zukunft. Für einige Mitarbeiter liegt diese Zukunft ab Jahresende aber nicht mehr im Unternehmen. Wie am Freitag bekannt wurde, teilte Bruno Banani auf einer Betriebsversammlung vergangene Woche mit, dass die Produktion von Herrenunterwäsche und Bademode am Standort Chemnitz zum Ende des Jahres eingestellt wird. 28 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Für diese soll zusammen mit dem Betriebsrat ein Sozialplan verhandelt werden.

Grund für die Einstellung der Produktion ist, dass die in Chemnitz produzierte Kollektion seit Jahren mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen hat. "Die Auftragseingänge waren jetzt so gering, dass die Produktion nicht mehr kostendeckend arbeiten kann", erklärte Geschäftsführer Jan Jassner. Bruno Banani setzte mit der Kollektion aus Chemnitz auf bunte und besonders hochwertige Mikrofaser-Modelle. Von dem Aus nicht betroffen sind die Produktionsstandorte in Asien, wo günstigere Unterwäsche hergestellt wird.

Bruno Banani Chemnitz
Jan Jassner ist Geschäftsführer der Firma Bruno Banani Underwear GmbH. Bildrechte: Bruno Banani

Wie geht es weiter in Sachsen?

Laut Jan Jassner geht es dem Unternehmen finanziell aber gut. Nach eigenen Angaben lag der Gesamtumsatz der Marke im vergangenen Geschäftsjahr bei rund 125 Millionen Euro. Ein Großteil kommt aus Lizenzgebühren. Wurde früher nur die selbstproduzierte Unterwäsche verkauft, so findet man heute auch Parfüm, Schmuck, Gürtel oder auch Schuhe unter dem Markennamen.

Bruno Banani wird dennoch weiterhin seinen Firmensitz in Chemnitz belassen. Erst in dieser Woche eröffneten sie einen neuen Shop in Chemnitz-Mittelbach. Weitere Shops gibt es deutschlandweit in Outletcentern, zum Beispiel in Halle-Leipzig, Berlin und Wolfsburg. Die rund 90 Mitarbeiter der Shops und der Firmenzentrale sind von der Einstellung der Unterwäschekollektion aus Chemnitz nicht betroffen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 15.02.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 21:43 Uhr

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