Bruno Banani Chemnitz
Jan Jassner ist Geschäftsführer der Firma Bruno Banani Underwear GmbH. Bildrechte: Bruno Banani

Jubiläum bei Bruno Banani Unterhosen aus Chemnitz werden 25 Jahre alt

Mit Unterhosen die Welt erobern – das ist dem Chemnitzer Unternehmen Bruno Banani Underwear GmbH in den vergangenen 25 Jahren gelungen. Das Jubiläum begeht die Firma am Donnerstag mit einer Feier in Chemnitz.

von Brigitte Pfüller

Bruno Banani Chemnitz
Jan Jassner ist Geschäftsführer der Firma Bruno Banani Underwear GmbH. Bildrechte: Bruno Banani

Bruno Banani ist Kult. "Der Name wurde gewählt, weil er leicht zu merken und in allen Ländern zu verstehen ist. Das funktioniert noch heute", sagt Jan Jassner. Er ist einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens. "Außerdem klingt er italienisch, was für die Modebranche kein Nachteil ist." Jan Jassner ist der Sohn des Firmengründers Wolfgang Jassner, der 1993 mit einem Partner Teile eines ehemaligen DDR-Textilunternehmens von der Treuhand kaufte und die Firma Bruno Banani Underwear GmbH ins Leben rief. Mit 15 Mitarbeiter gingen die Unternehmer damals an den Start.

Chemnitz bleibt Stammsitz

"Obwohl es uns nun schon 25 Jahre gibt, passiert es immer noch, dass manche nicht wissen, dass wir aus Chemnitz sind." Wie er versichert, wird das Unternehmen auch in Zukunft am Stammsitz in Chemnitz bleiben. Hier gebe es gute Fachleute, die für beste Qualität und somit auch für den Erfolg der Firma wichtig seien. Derzeit beschäftigt Bruno Banani in der Produktion und den eigenen Geschäften 117 Mitarbeiter.

Doch wo steckt das Geheimnis, mit dem  die Unterhose aus Chemnitz die Welt erobern konnte? Bruno Banani konzentrierte sich von Anfang an auf eine konkrete Marktnische - Damen- und Herren-Designerunterwäsche - mit dem Ziel, Marktführer zu werden.

Dafür wurde eine interessante Kollektion entworfen, die sich deutlich von den damals vorwiegend im Handel befindlichen langweiligen Feinripp-Unterhosen unterschied. Zugleich wurde die Marke durch spannendes Eventmarketing populär gemacht. So schickten die Chemnitzer ihre Unterhosen u.a. zur Raumstation "Mir" in den Weltraum oder testeten sie in die Tiefsee. Ein Rennrodler aus Tonga, der einmal Fuahea Semi hieß, trägt den Namen des Unternehmens. "Ich kenne keine weitere Firma, die ihre weltweite Markenbekanntheit aus dem Unterwäsche-Bereich heraus entwickelt hat", sagte Jan Jassner. Etwa 65 Prozent der Deutschen sei die Marke Bruno Banani bekannt.

Onlinehandel und Geschäftsnetz wird ausgebaut

Inzwischen wurden mehrere Lizenzen vergeben. So ist das Parfum mit der Marke der Chemnitzer Wäsche nach eigenen Angaben heute der bestverkaufte Duft in Deutschland. Weitere Lizenzen gingen u.a. an Brillen, Uhren, Schuhe und Taschen oder für den Otto-Versand. Mit der gesamten Marke inklusive des Lizenzgeschäfts macht das Unternehmen aktuell einen Umsatz von 125 Millionen Euro im Jahr.

Um den Erfolg fortzusetzen, soll die Zahl der eigenen Geschäfte wachsen und auch der Onlinehandel soll ausgebaut werden. Zudem sind der Firmentradition entsprechend spannende Events geplant, über die Geschäftsführer aber noch nichts verraten wollte.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 01.11.2018 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 01. November 2018, 15:07 Uhr

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1 Kommentar

02.11.2018 23:04 Klara Morgenrot 1

Endlich mal was positives aus Chemnitz.
Auch trägt Klara Banani!

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