Die Umweltaktivistin Greta Thunberg spricht auf der Demonstration 'Fridays for Future' am Brandenburger Tor in Berlin zu den Schülern.
Bildrechte: dpa

07.11.2019 | 15:48 Uhr | Update Chemnitz: Nachhaltigkeitspreis an Greta Thunberg vergeben

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg spricht auf der Demonstration 'Fridays for Future' am Brandenburger Tor in Berlin zu den Schülern.
Bildrechte: dpa

In Chemnitz sind die Nachhaltigkeits-Preise der Sächsischen Carlowitz-Gesellschaft vergeben worden. Unter den fünf Preisträgern ist die Initiatorin der Fridays-for-Future-Bewegung, Greta Thunberg. Zur Begründung heißt es, sie begeistere weltweit für den Schutz des Planeten und trete authentisch für die Rechte ihrer Generation ein. Die 16-Jährige konnte zur Verleihung nicht persönlich anwesend sein. Derzeit ist Thunberg damit beschäftigt, wie sie nach der Verlegung der Weltklimakonferenz von Chile nach Spanien im stürmischen November klimaschonend den Nordatlantik überqueren kann. Sie meldete sich nicht per Video-Einspiel aus den USA wie geplant. Nach Angaben der Carlowitz-Gesellschaft will sie im Anschluss an die Weltklimakonferenz nach Deutschland und voraussichtlich auch nach Sachsen kommen.

Füsslein: Zahl der Gleichgültigen kleiner geworden

Der Chef der Carlowitz-Gesellschaft, Dieter Füsslein, zeigte sich erfreut über das große Interesse der jungen Generation am Thema Nachhaltigkeit: "Das Opernhaus war gefüllt und diesmal war das Durchschnitssalter weit unter 20, das ist wunderbar. Und die Anzahl der Gleichgültigen ist auch ein ganzes Stück zurückgedrängt und die Akteure, die sich dafür interessieren, die sagen, ich kann mich da auch mit andocken, ich kann bei meiner Ernährung was machen, bei meinem Verkehrsverhalten, der Mobilität usw., ist sehr gewachsen und das ist auch ein Stück Arbeit der Carlowitz-Gesellschaft."

Ex-Ministerpräsident würdigt Klimaschützer

Weitere Preisträger sind Patricia Espinosa Cantellano, Merlehn Thieme, Alexey Kokorin und Felix Finkbeiner, die sich alle sich für Klimaschutz engagieren. Der 22-jährige Münchner Umweltaktivist Finkbeiner ist zum Beispiel Gründer der Umweltschutzgesellschaft "Plant-for-the-Planet", die sich für die Wiederaufforstung zerstörter Wälder einsetzt. Der ehemalige Ministerpräsident Kurt Biedenkopf zeigte sich begeistert: "Felix hat eine Aufgabe gestellt, sich gestellt, die konkret ist. Wo also die Verwirklichung alsbald stattfindet. Das hier ist natürlich hervorragend."

Der Preis wird seit 2013 jährlich an Umweltaktivisten verliehen. Er ist benannt nach dem in Chemnitz geborenen Oberberg-Hauptmann Hans Carl von Carlowitz, der vor 300 Jahren den Begriff der Nachhaltigkeit prägte.

Quelle: MDR/lam/kb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.11.2019 | 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 15:48 Uhr

13 Kommentare

Fakt vor 1 Wochen

Na ja, solange man Tatsachen als "Hype" bezeichnet, ist für einen selbst die Welt wohl in Ordnung, oder? Vielleicht einfach mal mit der Realität auseinandersetzen. Oder warum stehen Ihrer Meinung nach allein im deutschsprachigen Raum 27.000 Wissenschaftler hinter "Fridays for Future" und deren Forderungen? Aktuell können Sie sich auch informieren auf Tagesschau.de unter den Überschriften "Kaiserpinguine vom Aussterben bedroht" oder "11.000 Forscher warnen vor weltweitem Klimanotstand".
Aber ich vergaß: Die haben natürlich im Gegensatz zu den Leugnern des zum Teil menschengemachten Klimawandels keine Ahnung von der Materie, stimmt´s?

Ines W. vor 1 Wochen

Es ist traurig wie hier viele Greta Thunberg angreifen und sie als Person diskreditieren wollen. Gegen Greta zu hetzen und die jungen Leute zu diskreditieren, die sich Sorgen und Gedanken um ihre Zukunft machen ist ja als Erwachsener auch viel einfacher, als sich selbst zu bewegen um die Zukunft seiner Enkel positiv zu gestalten.

Faul, verwöhnt, von nichts eine Ahnung und noch nichts geleistet ist ja keine Argumentation sondern schlicht und ergreifend der Versuche von teilen einer älteren Generation sich nicht mit den Argumenten der Jugend auseinandersetzen zu müssen. Da schickt man lieber zynische Witzbilder vermeintlich lustige Videos über "Fridays for Future" durchs Netz. Das haben die NAZIS und Rassisten bei den Flüchtlingen doch genauso gemacht.

Steffen-Das Original vor 1 Wochen

Was für Unsinn im Netz? Sie kennen den Lebenslauf von Greta T. und ihrer Familie vor dem Beginn des Klimahypes? Und das Fam. Thunberg zur Zeit sehr gut verdient , und sie waren vorher such keine Hartz Empfänger, dürfte eigentlich jedem klar sein. Sie müssen es auch nicht glauben. Und die, die am meisten nach Klimaschutz schreien, sind die größten Sünder.

Mehr aus Chemnitz und Stollberg

Mehr aus Sachsen