Anzügliches Video im Internet CFC suspendiert Jugendtrainer

Der CFC hat den ehrenamtlichen Jugendtrainer Thomas Uhl mit sofortiger Wirkung freigestellt. Grund dafür ist ein anzügliches Video, das im Internet veröffentlicht wurde. Uhl arbeitet als Polizeiobermeister in Chemnitz und sitzt für die SPD im Stadtrat.

Ein anzügliches Video mit Thomas Uhl in der Hauptrolle steht im Internet. Wie es dahin kam, ist unklar. Laut Uhl handelte es sich dabei um einen zweieinhalb Jahre alten Scherz unter Kollegen, der nie für die Öffentlichkeit bestimmt war. Der CFC beschloss sofort nach Veröffentlichung des Videos, Thomas Uhl von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit zu entbinden.

CFC erklärt sich nicht

Die schriftliche Anfrage von MDR SACHSEN beantwortete CFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik wie folgt:

MDR SACHSEN: Warum genau ist Herr Uhl von seinem Trainerposten entbunden worden?
Thomas Sobotzik: Ist die Frage wirklich ernst gemeint?

Wie positioniert sich der Verein zu dem Video?
Wie würde sich das MDR zu solch einem Video positionieren, wenn es einen MDR Mitarbeiter betreffen würde, der auch noch mit siebenjährigen Kindern täglich zu tun hat?

Thomas Uhl selbst sprach laut Medienberichten von einem Scherz, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Ändert das etwas an Ihrer Ansicht?
An welcher Ansicht soll das etwas ändern?

Polizei Chemnitz: Verhalten inakzeptabel

Auf Anfrage von MDR SACHSEN äußerte sich die Chemnitzer Polizeipräsidentin Sonja Penzel: "Das Verhalten und die Äußerungen des Beamten im Video sind inakzeptabel." Diese Darstellung entspräche in keiner Weise der Vorstellungen der Polizei vom Auftreten eines Polizeibeamten im Dienst sowie in der Freizeit. Das Verhalten von Thomas Uhl beschädige das Ansehen der gesamten Polizei. "Gerade im Zuge der Debatten um mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften sind solche Videos mehr als unnötig", teilte Penzel weiter mit. Das Video wurde ausführlich mit Thomas Uhl ausgewertet. Die Polizeidirektion Chemnitz wird disziplinarrechtliche Ermittlungen gegen ihn einleiten.

SPD-Stadtratsfraktion: Stehen hinter Uhl

Der Fraktionsvorsitzende der SPD in Chemnitz, Detlef Müller, sagte im Gespräch mit MDR SACHSEN, dass die Fraktion keine Stellungnahme abgeben wird. "Der Vorfall hat mit der SPD und Politik nichts zu tun." Es spiele keine Rolle für die Fraktion. Es wäre eine Dummheit von Uhl und eine gewisse Naivität gewesen, die er jetzt aushalten müsse. Allerdings gab Müller auch zu bedenken, dass das Video bereits zweieinhalb Jahre alt wäre. Uhl werde im Mai bei der Stadtratswahl kandidieren.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.03.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 29. März 2019, 16:46 Uhr

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17 Kommentare

31.03.2019 11:48 Sonja 17

@ 1 6 vollkommend richtig, ja die braucht kein Mensch hier in Chemnitz, auch wenn man fehler gemacht hat es wurden immer s. des arbeitsgeber eine Lösung gefunden und man hat diese nicht fallen lassen, scheint nicht viel drauf zu haben diese Person Penzel.

30.03.2019 23:03 Dh 16

Schäbig ist das Verhalten der Polizeipräsidentin Penzel. Anstatt sich hinter ihren Beamten zu stellen und ihm den Rücken zu stärken, trotz seiner Verfehlung, macht sie das ganze Gegenteil. Wer solche Dienstvorgesetzte hat, braucht keine Feinde. Ich war zu DDR Zeiten selbst Offizier gewesen und erlaube mir ein Urteil darüber bilden zu können. Es gehört sich, dass man als Dienstvorgesetzter zu seinen Leuten steht . Deswegen Frau Penzel treten Sie von ihrem Amt zurück. Ich halte Sie wegen solcher Defizite für ihr Amt ungeeignet. Vorgesetzte wie Sie braucht kein Mensch.

30.03.2019 09:58 MuellerF 15

@5: Herr Uhl hat das Video ja gar nicht ins Netz gestellt-das war jemand anders: entweder einer der Kollegen, der bei der Aufnahme dabei war, oder jemand, an den das Video weitergereicht wurde. Davon abgesehen sind zahlreiche Polizisten nach weitaus schlimmeren Vergehen noch immer im Dienst -hier geht es wohlgemerkt noch nicht mal um eine Straftat des Herrn U., sondern um eine moralische Verfehlung!

30.03.2019 01:10 dresdner eierschecke 14

ich habe das video gesehen. es ist echt eklig.
der mann ist vater von 3 kleinen kindern (jungs) und nachwuchstrainer. was geht in dem eigentlich vor ?

29.03.2019 23:11 Gerald 13

Langsam wird es lächerlich!

29.03.2019 22:56 Markus 12

Also ersrmal ist es echt erschreckend was manche hier schreiben, wohlwissentlich dass es nicht stimmt!

1. es war doch nicht ansatzweise ein Porno. Ey seid ihr alle 12 oder was?

2. weiss einer von Euch wie er mit seinen Spielern umgeht? Er hat glaube in 5 nicht umsonst von vielen Seiten von Eltern Lob und Zuspruch bekommen!

3. Das Video wurde sich widerrechtlich beschafft! Er hat es niemandem zur Verfügung gestellt!

Bitte Reihenfolge beachten:
Lesen, Denken, Schreiben oder....
Lesen, Denken, merken das mit dem Denken bringt nix also auch Schreiben sein lassen...

29.03.2019 22:14 Firefox 11

Ich stimme dem Neutralen Beobachter Post 6 voll zu. Wieso erklärt sich der CFC nicht? Die Antworten von Herrn Sobotzik sind doch erklärend!! Vielmehr sollte der MDR bei Herrn Müller (SPD) mal tiefer nachfragen. Nach seiner Reaktion auf Frau Schellenberger erklärt Her Müller sich zu Herrn Uhl nicht. So eine Person ist als Abgeordneter untragbar. Der MDR sollte bei Herrn Müller mal nachfragen ob Herr Uhl wieder als Stadtrat auf der Wahlliste steht und wenn ja warum er und warum Frau Schellenberger nicht. Auf diese "Politikerantwort" von Herrn Müller bin ich gespannt.

29.03.2019 22:11 Klartext 10

Man sollte nicht Uhl in die Pfanne hauen , sondern die "Freunde", die den Clip ins Netz stellen. Natürlich ist das wieder ein gefundenes Fressen für alle die, die sich auf das Diffamieren des CFC und der Stadt Chemnitz eingelassen haben.

29.03.2019 21:46 ochja 9

Ach ja, mal wieder Chemnitz, mal wieder der CFC. Fassen wir die letzten Monate / Jahre zusammen: Mit Geld umgehen? Fehlanzeige. Eine vernünftige soziale und politische Kultur im Verein und seinem Umfeld? Fehlanzeige. Personal, von dem mensch erwarten kann, dass es sittlich und moralisch einwandfrei mit den ihm anvertrauten Minderjährigen umgehen kann? Fehlanzeige.
Sachen gibt es da, die glaubt man kaum ...

29.03.2019 21:33 Horst 8

@ 29.03.2019 16:16 J.Heder 1

Der Arbeitgeber ist in dem Fall der Staat. Und das Video wurde am Arbeitsplatz gedreht. Es stellt sich also überhaupt nicht die Frage was es den Arbeitgeber angeht.

Und was meinen Sie mit "Gesinnung"?! Es geht um nen verkappten Porno-Dreh.

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