Ein Ausstellungsführer steht neben einer Plastik. Im Hintergrund junge Männer in blauen Trainingsjacken.
Marcel Wächtler (li.) führte die Sportler durch die Ausstellung. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

16.04.2019 | 15:40 Uhr CFC-Kicker besuchen Chemnitzer Ausstellung gegen Ausgrenzung

Kunst und Fußball - wie passt das zusammen? In Chemnitz sind die Kicker des CFC beim Besuch der Ausstellung "Kunst trotzt Ausgrenzung" dieser Frage ein wenig nähergekommen.

Ein Ausstellungsführer steht neben einer Plastik. Im Hintergrund junge Männer in blauen Trainingsjacken.
Marcel Wächtler (li.) führte die Sportler durch die Ausstellung. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

"Sowas sollte man viel öfter machen. Das erweitert den Horizont." Das war das Fazit von Daniel Frahn nach dem Besuch der Chemnitzer Ausstellung "Kunst trotz(t) Ausgrenzung". Der CFC-Stürmer war zusammen mit seinen Mannschaftskollegen am Dienstag der Einladung des Kurators der Ausstellung gefolgt und zeigte sich beeindruckt. Auch seine Mannschaftskameraden standen interessiert vor den Bildern und Installationen von mehr als 50 Künstlern, die sich mit dem Thema Ausgrenzung beschäftigen. "Viele meiner Mitspieler haben schon Ausgrenzung am eigenen Leib erfahren, weil sie zum Beispiel anders aussehen. Aber das Thema betrifft ja noch viel mehr Menschen. Zum Beispiel auch Obdachlose, Schwule oder Leute, die nicht in irgendein Raster passen."

"Ich kann jedem nur empfehlen, sich das anzuschauen"

"Wir hatten hier eine Führung angeboten bekommen. Und das ist bei meinen Jungs auf erstaunlich großes Interesse gestoßen", sagte CFC-Trainer David Bergner MDR SACHSEN. Auch Mannschaftskapitän Dennis Grote zeigte sich beeindruckt. "Es ist schon sehr bewegend, wenn man sieht, wie vielfältig das Thema Ausgrenzung ist. Ich kann jedem nur empfehlen hier mal herzukommen und sich diese Austellung anzuschauen." Wie Künstler dieses Thema umgesetzt hätten, sei beindruckend, so Grote.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.04.2019 | 17:50 Uhr
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.04.2019 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

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11 Kommentare

17.04.2019 23:06 schmachulke 11

Also echt, bei manchen Kommentaren verliert man den Gluben an das Gute im Menschen. Woher kommt der Hass und die miese Laune? Hier haben ein paar Fußballer eine Ausstellung gegen Ausgrenzung besucht. Was ist daran schlimm? Vielleicht sollten diese ewigen Wutbürger mal in sich gehen und sich fragen ob mit ihnen irgendwas nicht stimmt. Gehen Sie hin und schauen Sie sichs an, bevor Sie hier rummeckern! Echt mal!

17.04.2019 13:04 DER Beobachter @ Na so was 10

Also weder ich noch mein Vater haben je so einen Gutschein gesehen. Wo haben Sie denn gelebt? Oder gehörten Sie zu den Privilegierten? Genommen haben Sie den bestimmt gern...

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17.04.2019 12:12 Kirchenmitglied 9

"Das erweitert den Horizont.," war das Fazit von Daniel Frahn. Damit hat er natürlich Recht, aber die eigentliche Frage lautet doch: "Will das Gros der Chemnitzer Fans überhaupt seinen Horizont erweitern?"

17.04.2019 11:50 Himmelblau 8

Tolle Sache wie ich finde! Auch Fanclubs sollen dem Beispiel der Mannschaft folgen. Interesse wurde bereits durch das AWO Fanprojekt Chemnitz und dem Fanclub Fischerwiese bekundet, wie in den sozialen Medien angekündigt wurde.

Die Auseinandersetzung über und mit der Kunst ist gesellschaftlich immer förderlich und begrüßenswert!

17.04.2019 11:49 Blaubeere 7

Haben die CFC-Spieler schon die Gedenkplatte für den erstochenen Daniel H. an der Brückenstraße besucht und dort Blumen abgelegt? Nein!? Warum nicht? Werden sie von diesem Gedenken ausgegrenzt?

17.04.2019 10:58 Chemnitzer 6

Der CFC verfällt von einem Extrem ins andere . Einfach unglaubwürdig und beschämend diese Pflichtveranstaltung.
Herr Frahn läßt sich wieder vor den Karren spannen-peinlich.

17.04.2019 10:00 Feststellung 5

Es sieht nach Pflichtveranstaltung aus , was in den Köpfen vorgeht weiß keiner !! Angeboten und nicht von selbst kam das Interesse ,lesen die Fußballer keine Zeitungen oder informieren sich über Kunst und Kultur in Chemnitz ( gerade die aus anderen Nationen ) ? Haben die Fußballer freiwillig gespendet für die Eltern des ermordeten Jugendlichen ? Es gibt noch genügend andere Ausgrenzungen und Unterschiede im Land , worüber man sich Gedanken machen sollte z.B. Mütterrente oder dringende Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen , wofür man selber Lehrgeld zahlen muß !!

16.04.2019 22:58 na so was 4

Wie in der früheren DDR, wo es Betriebe gab, deren Mitarbeiter zur 1.Mai - Demonstration gehen mussten, dafür gab es dann einen 5-DDR-Mark Gutschein für eine Bockwurst und ein Getränk.

16.04.2019 21:35 Jakob 3

Ich finde es toll, daß die Ausstellung Chemnitz beehrt. Und wer könnte besser Werbung dafür machen als die Jungs vom CFC. - Daß das auch Eigenwerbung ist, liegt in der Natur der Sache. Wer dieses Angebot nicht nutzt, ist selber schuld.

16.04.2019 20:10 DuDa 2

Die Gesichter der Spieler im Fernsehbeitrag sagen mehr als 1000 Worte.
Das erinnert an DDR-Pflichtveranstaltungen wie den Besuch im sowjetischen Film.
Sie hätten sich noch härene Kutten überwerfen sollen.
*Eigentor*

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