Menschen stehen am Taort in der Chemnitzer Innenstadt am 3.9.2018, an der Stelle, an der Daniel H. vor einer Woche getötet wurde. Viele Menschen gehen danach zum Konzert auf den Parkplatz vor der Johanniskriche.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Was bisher geschah Der Todesfall Daniel H. - eine Chronologie der Ereignisse in Chemnitz

Am Rande des Chemnitzer Stadtfestes 2018 wird ein Deutscher erstochen, offenbar von Asylbewerbern. Demonstrationen, Übergriffe und Anschläge halten die Polizei in Atem und bringen sie an ihre Grenzen. Auch der Druck auf die Ermittler ist groß. Eine Chronologie der Ereignisse seit dem 26. August 2018.

Menschen stehen am Taort in der Chemnitzer Innenstadt am 3.9.2018, an der Stelle, an der Daniel H. vor einer Woche getötet wurde. Viele Menschen gehen danach zum Konzert auf den Parkplatz vor der Johanniskriche.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Die Tat

Sonntag, 26. August 2018: Todesfall nach Messerattacke

Am frühen Sonntagmorgen streiten sich gegen 3:15 Uhr mehrere Menschen unterschiedlicher Nationalitäten in der Brückenstraße in Chemnitz. Drei Männer im Alter zwischen 33 und 38 Jahren kommen schwer verletzt ins Krankenhaus. Ein 35-Jähriger stirbt in Folge seiner schweren Verletzungen. Ein 22-jähriger Iraker und ein 23-jähriger Syrer werden festgenommen. Sie sollen nach einer verbalen Auseinandersetzung "ohne rechtfertigenden Grund" mehrfach mit einem Messer auf den 35-jährigen eingestochen haben. Die Ermittlungen zu Tatmotiv, Ablauf der Tat und zur Tatwaffe dauern an. Das Messer war nach der Tat hinter der MDR-Bühne in der Innenstadt gefunden worden.

Stadtfest wird abgebrochen
Seit dem Vormittag gibt es Aufrufe in sozialen Medien zu Versammlungen. Die Stadtverwaltung und die Organisatoren des Stadtfestes entscheiden sich, das Volksfest vorzeitig abzubrechen. Sie nennen Pietät und Anteilnahme mit den Angehörigen als Gründe. Buden und Fahrgeschäfte werden ab 16 Uhr geschlossen.

Unangemeldete Versammlung am Karl-Marx-Monument
Gegen 16:30 Uhr versammeln sich mehrere hundert Menschen in der Nähe des Karl-Marx-Monuments. Nach Schätzungen der Polizei sind es etwa 800. Polizei und Vertreter der Stadt wollen nach eigenen Angaben mit Verantwortlichen ins Gespräch kommen, denn die Versammlung ist nicht angemeldet worden. Laut Polizei läuft die Gruppe "einfach los und biegt unvermittelt in die Innenstadt ab, die Teilnehmer sind nicht kooperationsbereit". Nach und nach löst sich die Versammlung auf. 17:45 Uhr sind noch 150 Teilnehmer im Umfeld des Karl-Marx-Denkmals anzutreffen.

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