Wirtschaft und Demokratie Volkswagen-Belegschaft in Chemnitz gegen Rassismus

Was vor den Werkstoren der Motorenfabrik in Chemnitz aktuell vorgeht, lässt auch die Belegschaft nicht kalt. Bei einer Kundgebung am Freitag haben sich die VW-Mitarbeiter gegen Diskriminierung ausgesprochen.

Die Belegschaft und der Betriebsrat von Volkswagen habe3n am 7.9.2018 ein klars zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Die Belegschaft kam zu Kundgebung im Werk zusammen. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Osterloh sage: Klare Kante gegen menschenfeindliche, rechtsextreme Umtriebe.
Bildrechte: Volkswagen Sachsen GmbH

Die Belegschaft des Motorenwerks Chemnitz, Vorstandsmitglieder und Betriebsräte von Volkswagen haben bei einer Kundgebung ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung gezeigt. "Die Belegschaft von Volkswagen steht für Toleranz, Offenheit und einen solidarischen Umgang miteinander. Fremdenfeindlichkeit, Hass, Ausgrenzung und Verfolgung haben keinen Platz in unserem gemeinsamen Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Bern Osterloh. Er betrachtet es als Aufgabe von Gewerkschaftern, klare Kante zu zeigen gegen menschenfeindliche, rechtsextreme und antidemokratische Umtriebe.

Wir zeigen mit unserer heutigen Informationsveranstaltung, dass 'wir mehr sind' und dass wir handeln. Wir stehen für ein weltoffenes tolerantes Chemnitz.

René Utoff Vorsitzender Betriebsrat Motorenwerk Chemnitz

Auch Volkswagen-Personalvorstand Gunnar Kilian sagte vor den Beschäftigten: "Wir achten soziale Rechte, wir leben Vielfalt. Was draußen vor den Werkstoren vorgegangen ist, verstößt gegen alle Grundwerte von Volkswagen. Gewiss: Den Verlockungen von Populisten ist manchmal schwer zu widerstehen. Umso mehr gilt es, gegen Parolen zu sensibilisieren, aufzuklären, für Vernunft zu sorgen."

Das Werk Chemnitz beschäftigt nach Angaben von VW rund 1.800 Männer und Frauen, unter anderem aus Afghanistan, Kuba, Mexiko, Nigeria, der Ukraine, Ungarn und Vietnam. Das Werk arbeitet mit Zulieferern aus 29 Ländern zusammen. Nahezu die Hälfte der in Chemnitz hergestellten Motoren seien für den Export bestimmt.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.09.2018 | ab 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 07. September 2018, 14:51 Uhr

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