Logo des CFC am Stadion.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Regionalligist unter Druck Chemnitzer FC tauscht Sicherheitspersonal aus

Nach der Trauerbekundung für einen verstorbenen Hooligan zieht der Chemnitzer FC weitere personelle Konsequenzen. Das Sicherheitspersonal wird ersetzt und es gibt einen neuen Veranstaltungsleiter.

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Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC hat mit sofortiger Wirkung seinen Sicherheitsdienst ausgetauscht. In einer Pressemitteilung der Vereins heißt es, es werde auch einen neuen Sicherheitsbeauftragten geben. Zudem sei der Posten des Veranstaltungsleiters neu besetzt worden. Damit zog der CFC weitere Konsequenzen aus der umstrittenen Trauerbekundung für einen mutmaßlichen Neonazi im Stadion am vergangenen Sonnabend. Nach dem Eklat mussten mehrere Mitarbeiter den Verein verlassen.

Anzeige gegen Unbekannt

Zunächst hieß es von Seiten des CFC, dass die Traueraktion in Übereinstimmung mit Abwägungen der Sicherheitsbehörden getroffen worden waren. Die Chemnitzer Polizei hingegen hatte erklärt, sie sei zwar im Vorfeld kurz informiert worden, habe aber Bedenken geäußert. Die Entscheidung habe letztlich allein der Veranstalter getroffen. Später erstattete der Verein Anzeige gegen Unbekannt.

Mitarbeiter des Vereins befürchteten massive Ausschreitungen

Nach Aussagen von Mitarbeitern hätten massive Ausschreitungen gedroht, wenn die Traueraktion unterbunden worden wäre. Dieser Umstand begründe zumindest den Anfangsverdacht für eine schwerwiegende Nötigung, so Insolvenzverwalter Klaus Siemon. Inzwischen lägen Erkenntnisse darüber vor, dass einschlägig bekannte Personen aus der rechtsextremen Szene für diesen Tag aus ganz Sachsen angereist seien. Siemon erklärte, dass der Ablauf zum Heimspiel am Sonnabend in Chemnitz weit vom Sicherheitskonzept sowie den Festlegungen und Absprachen abgewichen sei. Es müsse geklärt werden, wie dies geschehen konnte.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.03.2019 | 18:00 Uhr in den Nachrichten

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Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten.
Erst verhalten, jetzt umso kraftvoller: die Sängerinnen und Sänger des Hoyerswerdaer Bürgerchores mussten sich erst mit der unverblümten Sprache Gerhard Gundermanns anfreunden, bevor sie dessen Lieder auf die Bühne bringen konnten. Bildrechte: Kulturfabrik Hoyerswerda/Gernot Menzel

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 19:58 Uhr

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