30.03.2020 | 16:48 Uhr Klinikum Chemnitz behandelt zwei italienische Corona-Patienten

Die Lage im vom Corona-Virus besonders heimgesuchten Norditalien bleibt weiter äußerst angespannt. Jetzt sind einige Patienten von dort nach Sachsen verlegt worden. Zwei von ihnen werden im Klinikum Chemnitz behandelt.

Krankenschwester Cornelia Möller prüft ein Beatmungsgeräte in einem Zimmer der Intensivstation in der Helios-Klinik.
Im Klinikum Chemnitz werden zwei schwer erkrankte Corona-Patienten aus Norditalien behandelt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Zwei schwer kranke Covid-19-Patienten aus Norditalien werden seit Sonntag im Klinikum Chemnitz behandelt. Der stellvertretender Ärztlicher Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Ralf Steinmeier, teilte mit, dass am Freitag eine entsprechende Anfrage der sächsischen Landesregierung eingegangen sei. "Da wir derzeit die Kapazitäten haben, haben wir sofort unsere Hilfe angeboten." Die zwei schwer erkrankten italienischen Patienten seien beide über 60 Jahre alt und litten an weiteren Vorerkrankungen, sagte Steinmeier weiter. "Auf diese Weise können wir den italienischen Kollegen helfen. Und zugleich können sich die Teams im ärztlichen und pflegerischen Bereich in diesen sehr speziellen Situationen auf den Umgang mit beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten einstellen."

Klinikum Chemnitz hat Zahl der Intensivbetten erhöht

Bereits vor einiger Zeit wurden im Klinikum Chemnitz die Arbeitsabläufe an eine zu erwartende hohe Zahl an stationär zu behandelnden Covid-19-Patienten angepasst. Die Zahl der mit Beatmungstechnik ausgestatteten Intensivbetten wurde auf 112 erhöht. Dazu kommen 33 weitere bisherige Überwachungsplätze, die kurzfristig als Beatmungsbetten umgestaltet werden können.

Zwei Häuser sind als Isolierstationen vorbereitet worden

Am Standort Küchwald sind zwei isolierte Häuser auf die Aufnahme von Covid-19-Patienten vorbereitet worden. In weiteren Häusern sind spezielle Stationen eingerichtet worden. Kliniksprecher Arndt Hellmann verwies in einer heute veröffentlichten Mitteilung mit Stolz darauf, dass in der aktuellen schwierigen Situation eine großartige Hilfsbereitschaft zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Hilfskräften zu spüren sei. Ärzte aus Bereichen des Klinikums, die momentan nicht ihren spezialisierten medizinischen Aufgaben nachkommen können, seien in einem Mitarbeiter-Pool zusammengefasst worden, um zusätzliche Aufgaben bewältigen zu können.

Insgesamt sind im Freistaat Sachsen bislang acht schwer an Covid-19 erkrankte Patienten aus Italien zur Behandlung untergebracht worden. Neben dem Klinikum Chemnitz helfen Kollegen aus Krankenhäusern in Leipzig und Dresden.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 30.03.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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