23.03.2020 | 16:49 Uhr Besuchsverbot in Altenpflegeheimen: Was tun gegen die Einsamkeit?

Alten und pflegebedürftigen Menschen machen die harten Beschränkungen besonders zu schaffen. Angehörige dürfen ihre Lieben nicht mehr in den Heimen besuchen. Wie kommen die Mitarbeiter im Moment damit zurecht? Wie ist die Stimmung bei den Heimbewohnern? Roland Kühnke hat sich in einem Pflegeheim umgesehen.

Alten und pflegebedürftigen Menschen machen die harten Beschränkungen momentan besonders zu schaffen. Seit letzter Woche dürfen Angehörige ihre Lieben nicht mehr in den Heimen besuchen kommen. Und auch innerhalb der Einrichtungen ist das Zusammenleben komplizierter geworden. Die normale Betreuung muss sich der Situation anpassen. Gruppenarbeit in der Bewegungstherapie oder anderen Beschäftigungsformen sei nicht mehr möglich, so die Pfleger.

Beim Arbeiter-Samariter-Bund und der Arbeiterwohlfahrt in Chemnitz haben sich viele Freiwillige gemeldet. Leute, die ihre eigentlichen Berufe derzeit nicht ausüben können. Sie sind eine große Hilfe, um die notwendige Einzelbetreuung gewährleisten zu können.

Geschäftsführer Jürgen Tautz von der Arbeiterwohlfahrt sieht aber noch ein anderes Problem auf sich und seine Mitarbeiterinnen zukommen. Langsam aber sicher schwinden die Vorräte, vor allem an Desinfektionsmitteln und Schutzbekleidung.

Wir haben versucht, relativ zeitig Desinfektionsmittel und Schutzbekleidung nachzuordern … haben aber noch keine Lieferzeiten bestätigt bekommen.

Jürgen Tautz | Arbeiterwohlfahrt Chemnitz

Was im Moment ein großer Pluspunkt ist - die Sonne. Sie hilft und sorgt für eine positive Stimmung.

Quelle: MDR/rk/in

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.03.2020 | 15:00 bis 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. März 2020, 16:49 Uhr

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