28.05.2019 | 14:51 Uhr Nach gewalttätigen Demos in Chemnitz: Razzia bei Tatverdächtigen

Neun Monate nach den Ausschreitungen bei einer Demonstration in Chemnitz hat das Landeskriminalamt zwei weitere Verdächtige ermittelt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen in einem gemeinsamen Schreiben mit dem Landeskriminalamt mit. Demnach haben Einsatzkräfte des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ) am Dienstag die Wohnungen von zwei Beschuldigten in Chemnitz und Meerane durchsucht. Dabei wurden unter anderem Handys, IT-Technik und ein Schlagring als Beweismaterial sichergestellt.

Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den 39 und 43 Jahren alten Männern Landfriedensbruch, tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung vor. "Die Beschuldigten stehen im Verdacht, an den gewalttätigen Ausschreitungen im Rahmen der Demonstrationen am 26. August 2018 auf dem Johannesplatz in Chemnitz maßgeblich beteiligt gewesen zu sein", so die Staatsanwaltschaft. An dem Sonntag, wenige Stunden nach der tödlichen Messerattacke auf Daniel H., hatten sich Hunderte Menschen zu einer ersten spontanen Demo zusammengefunden. Dabei wurden aus der Gruppe heraus Polizisten angegriffen.

Im Zusammenhang mit den Demos in Chemnitz hat die Polizei bisher mehr als 200 Verfahren bearbeitet. Ermittelt wurde unter anderem wegen Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.05.2019 | ab 16 Uhr in den Nachrichten

AKTUELLES AUS SACHSEN

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7 Kommentare

29.05.2019 12:07 Kirchenmitglied 7

Wahl hin und Wahl her. Fakt ist, da stehen zwei kriminelle Schläger (als juristische Umschreibung wird der Begriff der gefährlichen Körperverletzung verwendet) vor Gericht, zwei Männer, die es eben nicht schaffen, ihre Fäuste in der Hosentasche stecken zu lassen, so wie es sich eigentlich gehört. Sie haben die Gesundheit anderer Menschen geschädigt und Schmerzen verursacht. Dafür stehen sie nun vor Gericht und werden hoffentlich ganz hart bestraft. Ich verstehe nicht, wie man da etwas dagegen haben kann.

28.05.2019 22:45 Janes 6

@gerd 4: Stimmt-der Verfassungsschutz wird praktisch direkt in den Stadtrat gewählt.

Aber da kann es noch so viele braune Gesellen in Chemnitz geben (Stichwort "Hetzjagten"), tatsächlich hat Chemnitz gezeigt, was die Bevölkerung von den braunen Umtrieben in der Stadt hält. Das lässt hoffen.

28.05.2019 20:30 Fakt 5

@#3, #4:

Wenn Sie nun noch erklären könnten, was Ermittlungen / Durchsuchungen zu Chemnitz mit der Wahl zu tun haben....

28.05.2019 18:38 gerd 4

Wie die Chemnitzer über die Hetzjagden denken hatt eindrucksvoll die Wahl gezeigt.

28.05.2019 18:01 Paule 3

Das Wahlergebnis läßt sich auch damit nicht rückgängig machen!

28.05.2019 17:08 Sachse43 2

Ein durchgreifen wünschte man sich da überall, leider wollen und trauen sich die Polizisten, außer bei der politischen Polizei- früher in der DDR K1-nicht viel.

28.05.2019 16:14 Mediator 1

Diese Schläger waren bestimmt einfach nur ganz ganz traurig.

Gut, dass die Polizei hier einen Ermittlungserfolg erzielt hat!

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