Nach Ausschreitungen in Chemnitz Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen nach Angriffen auf Restaurants ein

Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft hat nach den Angriffen auf ausländische Restaurants drei Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und gefährlicher Körperverletzung vorerst eingestellt. In allen Fällen fehlen Beweismittel und Hinweise auf die Täter. Sollten sich neue Ermittlungsansätze ergeben, würden die Verfahren wieder aufgenommen, heißt es.

Im ersten Fall geht es um Sachbeschädigung. Ende September 2018 wurden nachts die Scheiben des persischen Restaurants "Schmetterling" eingeschlagen. Es gebe keine Zeugen, die die Tat beobachtet hätten, keine Aufnahmen von Überwachungskameras oder andere Spuren wie zum Beispiel DNA oder Fingerabdrücke, erklärt die Staatsanwaltschaft. Auch das Restaurant "Safran" wurde angegriffen. Bei der ersten Tat im September wurden Hakenkreuze an die Mauern gemalt. Zudem wurde Anfang Oktober der Inhaber der Gaststätte überfallen. Die Täter trugen Motorradhelme und Handschuhe, sodass sie nicht identifiziert werden konnten.

Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass die Taten im Zusammenhang stehen. Dafür gebe es keine Hinweise. Bei einem weiteren Anschlag auf das türkische Restaurant "Mangal" Mitte Oktober dauern die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung noch an.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 28.02.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 28. Februar 2019, 13:57 Uhr

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