13.06.2020 | 13:58 Uhr Vorsorgliche Evakuierung wegen möglicher Bombe in Chemnitz

Am Sonntagmorgen soll feststehen, ob der metallische Gegenstand, der auf einer Chemnitzer Baustelle entdeckt wurde, eine Bombe ist. Vorsorglich werden am Sonnabend gehbehinderte Menschen aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Eine vorbereitete Baufläche mit Erdhaufen und Betongründung.
Bildrechte: haertelpress/Harry Härtel

Sollte sich am frühen Sonntagmorgen herausstellen, dass es sich bei dem verdächtigen Gegenstand am Chemnitzer Sonnenberg um eine Bombe handelt, müssen vor der Entschärfung etwa 22.000 Menschen den Gefahrenbereich verlassen. Die Evakuierung betrifft auch Plegeeinrichtungen.

Der Verwaltungsstabs-Chef für den Sonntag, Bürgermeister Sven Schulze, hat dazu detaillierte Pläne. "Wir haben die Evakuierungspläne jetzt fertig. Die zentrale Anlaufstelle für die Bürger wird und soll das Stadion an der Gellertstraße sein."

Ein Mann gibt ein Interview.
Bürgermeister Sven Schulze leitet die mögliche Evakuierung. Bildrechte: Audiovision Chemnitz

Vorsorgliche Evakuierung von bettlägerigen Bewohnern am Sonnabend

Claudia Helmert, Leiterin der Seniorenresidenz "Am Kirschhof", ist mit der Stadt in ständigem Kontakt.

Wir haben mit der Stadt Chemnitz abgesprochen, dass am Sonnabendnachmittag die bettlägerigen oder intensiver medizinisch notwendig betreuten Bewohner ins Klinikum Chemnitz gebracht werden.

Claudia Helmert Leiterin Seniorenresidenz "Am Kirschhof"

Drei Krankentransporter und zwei Mitarbeiter des ASB warten vor einem Gebäude
Bereits am Sonnabendnachmittag sind bettlägrige Bewohner der Seniorenresidenz "Am Kirschhof" vorsorglich ins Klinikum Chemnitz gebracht worden. Bildrechte: MDR/Djamina Böl

Alle anderen Bewohner der Einrichtung würden im Falle einer Evakierung am Sonntagmorgen in die Messe Chemnitz gebracht. Claudia Helmert hofft, dass es nicht so weit kommt.

Das würde bedeuten, dass die Bewohner aus Infektionsschutzgründen danach erst einmal mindestens eine Woche lang isoliert werden müssten, also ihr Zimmer nicht verlassen dürften. Das wäre für die meisten eine große Belastung.

Claudia Helmert Leiterin Seniorenresidenz "Am Kirschhof"

Entschärfung der möglichen Bombe am Sonntagnachmittag geplant

Die Evakuierungspläne der Stadt für den Fall eines Bombenfundes sehen vor, bereits ab acht Uhr die betroffenen Einwohner aus dem Sperrkreis zu bringen. Bürgermiester Schulze: "Wenn wir zu einer Evakuierung kommen, dann nutzen wir die Medien, um das zu kommunizieren, natürlich auch das Radio. Und wir werden das betroffene Gebiet auch mit Lautsprecherwagen abfahren." Er hat die Hoffnung, dass das bis zum frühen Abend über die Bühne gebracht werden könne. "Eine Garantie gibt es dafür aber nicht."

Liveticker bei MDR SACHSEN

Auf mdr-sachsen.de halten wir sie ab Sonntagmorgen sieben Uhr mit einem Liveticker über die aktuellen Entwicklungen in Chemnitz auf dem Laufenden.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.06.2020 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

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