Öffentlicher Nahverkehr Freistaat fördert Ausbau des "Chemnitzer Modells" bis Aue

Ein Straßenbahnzug (r) aus dem sogenannten Chemnitzer Modell fährt in den Hauptbahnhof ein.
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Für den Ausbau des ÖPNV-Projekt "Chemnitzer Modell" Richtung Aue steht das Fördergeld bereit. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, unterstützt der Freistaat das Vorhaben mit 60 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die bestehende Eisenbahnstrecke von Chemnitz über Thalheim nach Aue ausgebaut und mit dem Chemnitzer Straßenbahnnetz verknüpft werden.

Rund 32 Millionen Euro wurden für 2020 bewilligt und rund 28 Millionen Euro wurden für 2021 in Aussicht gestellt. Die Förderung entspricht 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen hatte das Fördergeld bereits lang erwartet. Damit der Ausbau nicht ins Stocken kommt, musste der VMS Anfang des Jahres einen Zwischenfinanzierungskredit von 15 Millionen Euro aufnehmen.

Das Chemnitzer Modell ist eines der wichtigsten ÖPNV-Neubauvorhaben im Freistaat und ein hervorragendes Beispiel für die Mobilität der Zukunft - ein umsteigefreies und damit einfaches Reisen zwischen Stadt und Region.

Martin Dulig Sächsischer Verkehrsminister

Sanierung der Strecke seit 2018

Seit Ende 2018 ist die Eisenbahnstrecke gesperrt und wird saniert. So werden Brücken erneuert, neue Signaltechnik installiert, Gleise gerichtet und Ausweichbahnhöfe ausgebaut. Nach der Freigabe ist zwischen Chemnitz und Thalheim ein Halbstundentakt geplant, bis Aue sollen die Züge im Stundentakt fahren. In diesem Jahr kam es zu Bauverzögerungen - unter anderem wegen der Corona-Pandemie.

"Chemnitzer Modell" Das Chemnitzer Modell verknüpft nach dem sogenannten Tram-Train-Prinzip Straßenbahn und Eisenbahn. Bislang gibt es vier Linien, die Chemnitz mit Stollberg, Hainichen, Mittweida und Burgstädt verbinden. Weitere Strecken sollen folgen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.11.2020 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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