NS- und Stasi-Gefängnis Schwarzenberger Künstler setzt sich für Gedenkstätte auf Chemnitzer Kaßberg ein

Hinter einem Stacheldrahtzaun sind Gebäude des Chemnitzer Kaßberg-Gefängnisses sichtbar.
Bildrechte: MDR/Nora Kilenyi

Das ehemalige NS- und Stasi-Gefängnis auf dem Chemnitzer Kaßberg wird zur Gedenkstätte ausgebaut. Es fließen Fördergelder von insgesamt 3,8 Millionen Euro. Das Gefängnis ist vor allem dafür bekannt, dass die meisten DDR-Häftlinge, die durch den Westen freigekauft wurden, auch dort Station machen mussten.

Für diese Gedenkstätte setzt sich auch ein ehemaliger Häftling auf dem Kaßberg, der Schwarzenberger Künstler Jörg Beier, ein. Es sei ihm wichtig, die Erinnerung an das im Gefängnis Geschehene wachzuhalten.

Die Leute, die dort durchgeschleust wurden, um in den Westen zu gehen, wurden teilweise aufgepäppelt. Aber es gab auch die andere Seite: Demütigung, Erniedrigung, Nachtverhöre - das ganze Programm. Das darf nicht vergessen werden, ebenso wie die NS-Geschichte von Kaßberg.

Jörg Beier Schwarzenberger Künstler

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.10.2020 | ab 08:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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