14.03.2020 | 11:12 Uhr Digitale Hilfe für Chemnitzer Unternehmen in der Corona-Krise

Durch die Aufhebung der Schulpflicht ab Montag drohen bei immer mehr Arbeitgebern künftig Arbeitskräfte auszufallen. Unternehmen haben außerdem mit Auftragsrückgängen zu kämpfen oder es geht ihnen das Material aus. Die Corona-Krise schwächt die Wirtschaft. Wichtig sind jetzt schnelle Hilfen und Informationen. Chemnitzer Institutionen haben sich gemeinsam etwas überlegt.

Ein Maschinenbauer baut ein Getriebe zusammen
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Die Sorgen der Unternehmen werden immer größer. Anfangs hat es eher Messebauer, Veranstalter und Hoteliers getroffen, aber der Kreis der Firmen, die konkret in ihrer Existenz bedroht sind, wächst stetig. Auch Kathleen Spranger vom Servicebereich der Industrie und Handelskammer Chemnitz bekommt das Tag für Tag stärker zu spüren.

Die Unternehmen kommen zu ihr mit ganz unterschiedlichen Sorgen. "Mit abgebrochenen Lieferketten, mit Umsatzausfällen, mit Umsatzrückgängen, mit weniger Nachfrage bei den Verbrauchern, mit Fragen zu arbeitsrechtlichen Themen", erzählt Spranger. Es gehe darum, wie man als Unternehmen überleben und sich gut vorbereiten könne.

Onlineseminar für Unternehmer

Um all diese Fragen schnell und unkompliziert zu beantworten, haben sich in Chemnitz IHK, Handwerkskammer, Arbeitsagentur und Wirtschaftsförderung zusammengeschlossen, um alle Experten digital an einem Tisch zu versammeln. Ab kommender Woche stehen diese im Internet immer Mittwochvormittag für Chemnitzer Unternehmen zur Verfügung. Zur ersten Ausgabe soll es ums Thema Kurzarbeitergeld gehen.

"Es soll eine Art Onlineseminarangebot sein, mit der Chance Fragen zu stellen", erklärt Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE). "Wir machen dazu eine Präsentation, insbesondere was auch die entsprechenden Ablaufdiagramme betrifft für die Kurzarbeitergeldantragsstellung." Das helfe den Unternehmen zu wissen, was sie wie tun müssen und wann sie mit was rechnen können. "Das sind alles Fragen, die zur Zeit von jeder Institution einzeln behandelt werden", so Uhle.

Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE)
Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE) Bildrechte: imago images / HärtelPRESS

Die Unternehmer tippen ihre Fragen live ein, sie sollen gleich beantwortet werden. Das Audio oder Video von dem Onlineseminar stehe hinterher zum Nachhören zur Verfügung. Zu den nächsten Themen könnten unter anderem Fragen der Fördermöglichkeiten oder arbeitsrechtliche Regeln im Quarantänefall gehören. Das richte sich auch nach den Nachfragen der Unternehmer.

Arbeitsplätze sollen gesichert werden

Die Hilfestellung soll ermöglichen, dass viele Unternehmen in einer absehbaren Zeit in den Genuss der staatlichen Hilfen kommen. "Damit wir zum Schluss Arbeitsplätze absichern können", sagt Uhle. "Das ist das, was uns als Wirtschaftsförderung genauso wie die Kammern permanent umtreibt."

Das Projekt soll zunächst 1.000 Unternehmern in Chemnitz helfen. Wenn es gut anläuft, sei die Chemnitzer Wirtschaftsförderung laut Sören Uhle bereit, ihr Wissen auch an andere Landkreise weiterzugeben.

Quelle: MDR/al/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.03.2020 | 17:50 Uhr

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